Ich habe insgesamt eine Position von 200 Stück $AAK (-4,08 %) aufgebaut. Der Neukauf soll die defensive Seite meines Depots stärken.
Kurzvorstellung (mit Hilfe von KI):
Das Geschäftsmodell von AAK gilt als relativ krisenresistent (Consumer Defensives). AAK ist einer der weltweit führenden Hersteller von speziellen pflanzlichen Ölen und Fetten. Das Unternehmen stellt keine Endprodukte für den Supermarkt her, sondern fungiert als extrem wichtiger B2B-Zulieferer für die globale Industrie. Kurz gesagt: Wenn du im Supermarkt Schokolade, Kekse, Kosmetik oder pflanzliche Burger kaufst, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Zutaten von AAK darin stecken. Sie sorgen dafür, dass Produkte die richtige Konsistenz, Textur, Schmelzverhalten und Haltbarkeit bekommen. Ich finde vor allem auch, das Geschäftsfeld mit flanzlichem Fleisch- und Käseersatz spannend, weil ich glaube, dass dieser Bereich noch viel Potenzial hat.
Zahlen:
Im ersten Quartal 2026 zeigte das Unternehmen ein robustes Volumenwachstum (+3 %) und einen gestiegenen operativen Gewinn, obwohl Währungseffekte den Gegenwind verstärkten. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten einen Gewinn pro Aktie (EPS) von ca. 15,20 SEK (nach 14,14 SEK in 2025).
Eigenkapitalrendite (ROE): ca. 16,9 % – 17,8 %
Gesamtkapitalrendite (ROCE): über 20 %
Die Nettoverschuldung ist mit rund 3,37 Mrd. SEK (Ende 2025) im Verhältnis zum operativen Cashflow und der Bilanzsumme gut kontrollierbar.
Dividende: Im Mai 2026 schüttete AAK eine jährliche Dividende von 5,50 SEK je Aktie aus. Bezogen auf den aktuellen Kurs entspricht das einer moderaten, aber stabilen Rendite von ca. 2,2 % bis 2,4 %. Die Ausschüttungsquote liegt bei komfortablen ~41 % des Gewinns. 2026 gab es noch eine Extra-Dividende, sodass die Dividendenrendite 2026 bei 3,88 % liegt gemessen am heutigen Kurs.
Aktienrückkäufe: Am 8. Mai 2026 genehmigte die Hauptversammlung ein massives Rückkaufprogramm von bis zu 5 % des Grundkapitals (ca. 13 Millionen Aktien).
Chancen:
Defensiver Burggraben: Spezialöle (z. B. für Babynahrung oder vegane Ersatzprodukte) sind schwer austauschbar.
Kursunterstützung: Die laufenden Aktienrückkäufe erzeugen stetigen Kaufdruck am Markt.
Faire Bewertung: Ein KGV von 15 ist für die historische Qualität von AAK recht attraktiv.
Risiken:
Rohstoffpreise: Schwankungen bei den Preisen für pflanzliche Öle (Palm, Raps, Shea) können kurzfristig auf die Margen drücken.
Träges Momentum: Der Markt bevorzugt aktuell eher wachstumsstärkere Sektoren; AAK benötigt frische Impulse durch die kommenden Quartalszahlen (das Q2-Ergebnis wird am 17. Juli 2026 veröffentlicht).
Technische Analyse: Die Aktie hat einen langfristigen Aufwärtstrend und befindet sich gerade in einer Korrektur, die ein Ausmaß erreicht hat, das ähnlich dem in früheren Korrekturen liegt. Im Bereich des Zwischenhochs von Sommer 2023, dem 0,618-Fibonacci und unter der 200-Wochenlinie hat sie sich gefangen und arbeitet seither an einer Bodenbildung, die mit dem Anstieg über das letzte Hoch bei ca. 266 SEK vollendet ist. Scheitert die Bodenbildung, wäre die nächste Station womöglich das Hoch aus Sommer 2021 oder bei rund 200 SEK, wo auch wieder etwas mehr Volumen liegt.
Das ist meine erste etwas detailliertere Vorstellung also seid gnädig mit mir. Teilt gerne eure Meinung zur Aktie.
