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Wirtschaftliche und strategische Vorteile des EU-Mercosur-Abkommens für Brasilien

$IBZL (+0,87 %)

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Das geplante Assoziierungsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay) zielt darauf ab, eine der größten Freihandelszonen der Welt zu schaffen. Für Brasilien als die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas bietet dieses Abkommen nicht nur kurzfristige Handelseffekte, sondern auch langfristige strategische Chancen zur Modernisierung und Diversifizierung seiner Wirtschaft.


Der offensichtlichste Vorteil für Brasilien liegt im Abbau von Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen. Die EU ist einer der wichtigsten Handelspartner Brasiliens.

Zollbefreiung: Das Abkommen sieht vor, Zölle auf über 90 % der gehandelten Waren über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren abzubauen.

Wettbewerbsvorteile im Agrarsektor: Brasilien ist ein Agrargigant. Das Abkommen würde den Zugang zum lukrativen europäischen Markt für brasilianische Schlüsselprodukte erheblich verbessern:

Sofortige Zollfreiheit: Für Produkte wie Orangensaft, Instantkaffee und Früchte.

Verbesserte Quoten: Für sensible Produkte wie Rindfleisch, Geflügel, Zucker und Ethanol werden signifikante zollfreie oder zollreduzierte Quoten eingerichtet.

Wegfall von Exportkosten: Durch den Wegfall der Zölle werden brasilianische Produkte in Europa preislich wettbewerbsfähiger gegenüber Konkurrenten aus anderen Regionen.


Re-Industrialisierung und Zugang zu Technologie

Ein oft übersehener, aber entscheidender Vorteil für Brasilien ist der günstigere Import von Gütern, die für die eigene industrielle Basis notwendig sind.

Günstigere Vorprodukte: Brasilien importiert Maschinen, Chemikalien, pharmazeutische Produkte und Fahrzeuge teils aus der EU. Der Wegfall von Zöllen auf diese Importe senkt die Produktionskosten für die brasilianische Industrie.

Technologietransfer: Der erleichterte Zugang zu europäischer Hochtechnologie und Maschinenbau kann die Produktivität der brasilianischen Wirtschaft steigern und eine Modernisierung (Re-Industrialisierung) vorantreiben.

Einbindung in globale Wertschöpfungsketten: Durch harmonisierte Standards wird es für brasilianische Firmen einfacher, Teile und Dienstleistungen in globale Lieferketten einzuspeisen.


Anstieg ausländischer Direktinvestitionen (FDI)

Das Abkommen geht weit über den reinen Warenhandel hinaus und umfasst Dienstleistungen, öffentliches Beschaffungswesen und Investitionsschutz.

Rechtssicherheit: Das Abkommen schafft einen stabilen rechtlichen Rahmen. Dies reduziert das Risiko für europäische Investoren und macht Brasilien attraktiver für langfristiges Kapital.

Infrastruktur und Dienstleistungen: Europäische Firmen könnten verstärkt in brasilianische Infrastrukturprojekte (Energie, Transport, Telekommunikation) investieren, was die Modernisierung des Landes beschleunigt.

Dienstleistungssektor: Der Zugang zum brasilianischen Dienstleistungsmarkt (z. B. maritime Dienstleistungen, Finanzen) wird geöffnet, was durch Wettbewerb die Effizienz in Brasilien steigern kann.


Für Brasilien stellt das Mercosur-EU-Abkommen einen historischen Hebel dar, um die Wirtschaft aus der "Rohstofffalle" zu befreien. Während der Agrarsektor die unmittelbarsten Gewinne verzeichnen würde, liegen die langfristigen Vorteile in der Senkung der Produktionskosten für die Industrie, dem Zufluss von Investitionskapital und der geopolitischen Risikostreuung.

Es bietet die Chance, die brasilianische Wirtschaft wettbewerbsfähiger, produktiver und stärker in den westlichen Wirtschaftsraum integriert zu gestalten.


@TAHT

@SAUgut777

@Testo-Investor

@jagermeister

@Jo_Wolf

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14 Kommentare

Da würde ich auch mal ein Tanzkurs nehmen 😄
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Testo gibts auch noch?
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@Alpalaka normal ! Der macht aber nur noch hardcore Krypto Trading und hilft Männern die Mann Frau Dynamik zu verstehen auf die Testo Art :-)
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@Testo-Investor bischt im Börsentag im März?
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@Smudeo puh gute Frage. Stuttgart ?
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@Smudeo puh, weit ausm Pott
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Gibt einige interessante Unternehmen in Brasilien. Das Abkommen mit Indien sehe ich auch sehr positiv
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@Tenbagger2024 hast du hier Werte auf dem Radar bzw. investierbaren ETF
Mein Lieber Tenbagger
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@Smudeo
Schaue morgen noch einmal genau . Ich bin ja in $ERJ und $NU . In Indien ist es schwieriger reinzukommen, meist nur über ADRs möglich. $MHID ist auch nicht uninteressant.
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Ich finde beide Abkommen extrem spannend und positiv. Das sind Wachstumsmärkte und aus Sicht der EU ist es sinnvoll mit diesen Staaten wirtschaftlich zu kooperieren.

Persönlich finde ich Südamerika und Indien auch einfach sympatisch.
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@NichtRelevant hab viele Kollegen dort. die einen fleißiger die anderen weniger engagiert
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@Smudeo Von früher kenn ich noch vereinzelt Studienkollegen, die aus Indien und aus Südamerika stammen. Leider nur noch wenig Kontakt. Die meisten dieser Leute sind ihren Weg gegangen - aber vielleicht ist das auch verzerrt, weil, die die ins Ausland zum studieren gehen natürlich auch tendentiell ehrgeiziger sind als die Leute, die Ihr ganzes Leben in ihrer Kleinatadt bleiben.
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