Quantinuum, die Quantencomputer-Tochter des Industriekonzerns Honeywell, strebt in den USA an die Börse. Der Konkurenzdruck in der Branche wächst damit.
Anleger-Interesse an Quantencomputing steigt stetig
• Quantinuum plant Börsendebüt
• Honeywell besitzt die Kontrolle über das Quantencomputer-Unternehmen
Quantinuum, das sich mehrheitlich im Besitz von Honeywell befindet, will bei der Börsenaufsicht SEC den Entwurf einer Registrierungserklärung auf Formular S-1 einreichen. Dies gab Honeywell am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach sei geplant, den Entwurf für den geplanten Börsengang der Quantinuum-Stammaktien vertraulich einzureichen - die Anzahl der anzubietenden Aktien und die Preisspanne für das geplante Angebot wurden noch nicht festgelegt.
Wie die Börsen-Zeitung kommentierte, ist es in den USA nicht ungewöhnlich, einen derartigen nicht öffentlich zugänglichen Börsenprospekt vorzulegen. Insbesondere Technolgie-Startups würden sich aufgrund des harten Wettbewerbs bemühen, Unternehmensinformationen so lange unter Verschluss halten, bis alle regulatorischen Hürden aus dem Weg geräumt sind.
Wachsender Konkurrenzdruck
Ein Börsengang würde zusätzliches Kapital für weitere Entwicklungen bringen und die Marktposition von Quantinuum weiter festigen. Jedoch wurde darauf hingewiesen, dass das Angebot den Markt- und anderen Bedingungen sowie dem Abschluss des Prüfungsverfahrens der SEC unterliegt. Für Konkurrenten, wie beispielsweise D-Wave Quantum bedeutet diese Entwicklung jedoch, dass sich der Wettbewerb in dem Zukunftsmarkt verschärft.
NVIDIA unter den Investoren
Der Zeitpunkt für den geplanten Schritt an die Börse dürfte nicht überraschen, schließlich rückt Quantencomputing zunehmend in den Anlegerfokus. Diese Technologie arbeitet auf subatomarer Ebene und zielten darauf ab, Probleme zu lösen, die für die heutigen klassischen Computer zu komplex sind. Quantencomputer sollen zig Mal schneller rechnen als herkömmliche Computer.
Bei Quantinuum handelt es sich um ein Schwergewicht der Branche. Im vergangenen September konnte Quantinuum bei einer Finanzierungsrunde 600 Millionen US-Dollar von Investoren einsammeln und wurde in diesem Zusammenhang mit 10 Milliarden US-Dollar bewertet. Zu den Geldgebern gehörte auch die Wagniskapitalsparte des KI-Highflyers NVIDIA.
So reagieren die Aktien von Honeywell und D-Wave
Die an der NYSE gelistete Honeywell-Aktie konnte zunächst von der Nachricht profitieren. So ging es am Mittwoch schlussendlich um 1,31 Prozent auf 213,04 Dollar aufwärts. Vorbörslich steigt der Aktienkurs noch leicht um 0,14 Prozent auf 213,33 Dollar.
Bei D-Wave ließen sich die Anleger nicht verunsichern. Die Aktie kletterte am Mittwoch um 4,61 Prozent und schloss bei 30,15 Prozent. Im vorbörslichen Handel gewinnt sie zeitweise 0,36 Prozent auf 30,26 Dollar.
Redaktion finanzen.net