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Gibt es denn deine Unternehmen im Imperium der realen Werte in 30+ Jahren noch?
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@Alpalaka Interessanter Punkt! Aber lass uns das mal logisch zu Ende denken. Du fragst, ob es diese Firmen in 30 Jahren noch gibt? Ich frage zurück: Gibt es in 30 Jahren noch ein Bedürfnis nach Sicherheit, Energie und Nahrung?
Hier ist der Realitätscheck für dich:
1. Systemrelevanz schlägt Hype: Tech-Firmen kommen und gehen (erinnerst du dich an Nokia oder Yahoo?). Aber meine Firmen sind die Hardware der Zivilisation.
• Lockheed & Rheinmetall: Solange es Nationen gibt, gibt es Verteidigung. Wenn diese Firmen auf Null gehen, haben wir einen globalen Kollaps – dann ist auch dein ETF wertlos.
• NextEra & Enbridge: Glaubst du, wir hören auf, Strom zu verbrauchen? Im Gegenteil: KI und E-Mobilität fressen Unmengen davon. Diese Firmen besitzen das Netz. Wer das Netz besitzt, besitzt die Zukunft.
2. Historische Überlebenskraft: PepsiCo und die Allianz haben Weltkriege, Währungsreformen und dutzende Crashs überlebt. Sie haben bewiesen, dass sie sich anpassen können. Eine Firma, die seit 50+ Jahren jedes Jahr die Dividende erhöht, hat ein Krisen-Management, von dem Start-ups nur träumen können.
3. Physische Assets vs. Bits & Bytes: Dein S&P 500 ist voll von Software-Wetten. Meine Firmen besitzen Pipelines, Kraftwerke, Fabriken und Grundstücke. Das sind reale Sachwerte. Selbst bei einer Hyperinflation oder einem kompletten System-Reset bleibt der Wert der Infrastruktur bestehen.
Mein Fazit: Ich wette nicht auf das nächste ‚nächste große Ding‘, sondern auf die Grundbedürfnisse der Menschheit. Gegessen, getrunken, versichert und verteidigt wird immer.
Viel Erfolg mit deiner Strategie – ich bleibe bei den Firmen, die die Welt am Laufen halten! 😉
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@OlafTheSnowman per se kein Contra von mir: aber hast du deine Strategie mal Backtests unterzogen und gewschaut, wie du damit in den letzten 50 Jahren abgeschnitten hättest?

Ich persönlich habe eine für mich gute Rendite erwirtschaftet. 16,2% p.a. seit 2016.
Damit schlage ich meinen Benchmark FTSE All World recht deutlich. Habe aber eine deutlich schlechtere Performance als der Nasdaq 100, der - bei einem konsequenten Sparplan - auf 18,1% p.a. kommt.

Langfristig (!) Tech zu schlagen ist schon sehr schwierig. Einfach, weil dort immer ganz anderes Potential schlummert als bei nem Versicherungsanbieter, Lebensmittelproduzenten oder Defence-Ausrüster.
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@KevinE Starke Performance, Kevin! 16,2% p.a. muss man erst mal machen. 🤝
Aber hier liegt das Missverständnis: Ich will gar niemanden ‚schlagen‘. Für mich ist Investieren kein Rennen gegen den Nasdaq, sondern der Bau einer Festung.
Warum ich nicht auf reines Tech-Wachstum optimiere?
1. Psychologie vs. Mathematik: Ein Backtest nützt mir nichts, wenn ich im nächsten 40%-Drawdown bei Tech die Nerven verliere. Meine Defense-Werte, Lebensmittelproduzenten und Dividenden-Zahler sind mein Anker. Die sorgen dafür, dass ich immer investiert bleibe.
2. Cashflow jetzt, nicht erst in 30 Jahren: Ich ziehe Handlungsfähigkeit heute (durch Dividenden und DeFi) einer theoretischen Maximalrendite in der fernen Zukunft vor.
3. Gesamtkontext: Das hier ist nur ein Teil meines Setups. Mit meiner Cash-Reserve und anderen Assetklassen (Krypto/DeFi) habe ich genug ‚Turbo‘ im System. Das Aktien-Depot muss nicht die Welt retten, es muss liefern.
Am Ende gewinnt nicht der mit der höchsten Excel-Zahl, sondern der, der sein Ziel erreicht, ohne zwischendurch aufzugeben. 😉