11Mon.·

"Ethisches Desaster": Big Tech finanziert Trumps Ballsaal. 🍊 Und die Oligarchen

Booz Allen Hamilton Aktie: Absturz nach Zahlen-Schock

https://www.ad-hoc-news.de/boerse/ueberblick/booz-allen-hamilton-aktie-absturz-nach-zahlen-schock/68296852

Meine Lieben, $BAH (-0,36 %) konnte bisher als einer der Spender, noch nicht profitieren.

Auf der Spender Liste vermisse ich $TSLA (-2,72 %) .


Google, Apple, Microsoft: Alle öffnen ihre Taschen für Trumps Prunksaal. Dafür erhoffen sie sich natürlich Gegenleistungen


Die Bagger rollen bereits: Am Montag begannen die Abbrucharbeiten am Ostflügel des Weißen Hauses, um Platz für einen gigantischen Ballsaal zu schaffen. Das 8360 Quadratmeter große Prunkstück soll künftig bis zu 1000 Gäste fassen – und wird vollständig privat finanziert. Nach langem Zaudern hat das Weiße Haus die Spenderliste veröffentlicht. Darauf findet sich neben der kompletten Riege der Tech-Riesen aus auch die halbe Kryptowelt sowie Rüstungskonzerne und natürlich Peter Thiels Palantir.


Tech-Konzerne als Großsponsoren


Amazon, Apple, Google, Meta und Microsoft – die mächtigsten Technologiekonzerne der Welt reihen sich in die Liste der Geldgeber ein. Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, steuert allein 22 Millionen Dollar bei – rund sieben Prozent der geschätzten Gesamtkosten, wie CNBC berichtet. Dieser Betrag stammt allerdings aus einer Vergleichszahlung: Trump hatte Youtube verklagt, nachdem die Plattform seinen Account nach den Kapitol-Unruhen vom 6. Jänner 2021 gesperrt hatte.


Auch die Kryptobranche zeigt sich spendabel: Coinbase, Ripple, Tether America sowie die Winklevoss-Zwillinge Cameron und Tyler gehören zu den Förderern des Projekts.


Wandel im Silicon Valley


Während sich das Silicon Valley bei Trumps erster Amtszeit 2016 noch distanziert zeigte, herrscht nun demonstrative Nähe. Meta etwa spendete damals keinen Cent für die Amtseinführung – dieses Mal war es eine Million Dollar. Amazon steigerte seine Beiträge von 58.000 auf eine Million Dollar.


Die Spender sind


Altria Group Inc.

Amazon

Apple

Booz Allen Hamilton Inc.

Caterpillar Inc.

Coinbase

Comcast Corporation

J. Pepe and Emilia Fanjul

Hard Rock International

Google

HP Inc.

Lockheed Martin

Meta Platforms

Micron Technology

Microsoft

NextEra Energy Inc.

Palantir Technologies Inc.

Ripple

Reynolds American

T-Mobile

Tether America

Union Pacific Railroad

Adelson Family Foundation

Stefan E. Brodie

Betty Wold Johnson Foundation

Charles and Marissa Cascarilla

Edward and Shari Glazer

Harold Hamm

Benjamin Leon Jr.

The Lutnick Family

The Laura & Isaac Perlmutter Foundation

Stephen A. Schwarzmann

Konstantin Sokolov

Kelly Loeffler and Jeff Sprecher

Paolo Tiramani

Cameron Winklevoss

Tyler Winklevoss


Die Gründe für diesen Sinneswandel liegen auf der Hand: Viele Tech-Giganten stehen unter kartellrechtlichem Druck. Trumps Regierung verfolgt jedoch eine deutlich weniger aggressive Wettbewerbspolitik als noch die Biden-Regierung. Die FTC hat unter Trump bereits angekündigt, weniger genau hinzuschauen.


Trump: "Ich nehme es"


Kritiker sehen in der Spendenaktion einen klaren Fall von "Pay-to-Play", dem Erkaufen von Zugang zur Macht, heißt es bei der BBC. "Ich betrachte diesen riesigen Ballsaal als ethisches Desaster", sagt Richard Painter, ehemaliger Ethikberater im Weißen Haus unter Präsident George W. Bush. "Diese Konzerne wollen alle etwas von der Regierung."


Bei einem Spendengala-Dinner Mitte Oktober im Weißen Haus waren bereits potenzielle Großspender geladen – darunter Vertreter von Microsoft, Amazon und Google. Laut durchgesickerten Unterlagen soll es für Spender eine "Anerkennung" geben, möglicherweise in Form eingravierter Namen im Bauwerk. Trump selbst scherzte bei der Veranstaltung, einige Gäste hätten gefragt, ob 25 Millionen Dollar eine angemessene Spende wären. Seine Antwort: "Ich nehme es."


Politisches Kalkül


Das Weiße Haus weist alle Vorwürfe zurück: Der Ballsaal werde auch künftigen Regierungen dienen, und die Steuerzahler würden keinen Cent bezahlen. Tatsächlich plant die Regierung, die Spenden über den "Trust for the National Mall" abzuwickeln, eine gemeinnützige Organisation, die mit dem Nationalpark-Service zusammenarbeitet.


Einen rechtlichen Nachweis für Fehlverhalten wird es kaum geben. "Man kann keine Gegenleistung beweisen", sagt Painter. "Aber die Trump-Regierung lotet hier eindeutig Grenzen aus."


Die Baukosten für den Prunksaal sind bereits von ursprünglich 200 auf 300 Millionen Dollar gestiegen. Wie viel Trump selbst beisteuert, will das Weiße Haus später bekanntgeben. (pez, 24.10.2025)


https://www.derstandard.at/story/3000000293484/ethisches-desaster-big-tech-finanziert-trumps-ballsaal

previw image
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14 Kommentare

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11Mon.
Big, Beautiful, Banana Republic.
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@Epi Für die Beteiligten ein nie endender feuchter Traum.
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11Mon.
@Ash Eher ein feuchter Fiebertraum. Langfristig machen sie genau das kaputt, was sie groß gemacht hat.
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@Epi mir ist gerade klar geworden, dass wir das bezahlen... Also wir als Aktionäre ... Ich möchte das Black Rock Invesco und Fidelity das bei den nächsten Hauptversammlungen mal zur Sprache bringen... 🥲
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11Mon.
@TotallyLost Inwiefern meinst du, müssen wir die Bananenrepublik bezahlen?
Im Moment versuchen die Konzerne ja, Trump zu bestechen, damit ihre Monopole erhalten bleiben.
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@Epi Naja dieses Gebäude wurde ja durch spenden von Unternehmen bezahlt... als Aktionär ist das dein Geld. 😅
Es ist immer so abstrakt, wenn man liest Firma X gibt X Milliarden für Z-Investitionen aus. Aber am Ende ist X das Eigentum der Investoren.
Und ein Ballsaal hat vermutlich ein ROI von ~0.
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Mein lieber. Sowas aber auch !
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"Man kann keine Gegenleistung beweisen" - aber man kann Schmutzkampagnen fahren - herrlich 😂
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@PaulPK was ich immer beeindruckend finde ist, das sie eigene Seite bei vielen Vogelfreiheit hat.

Wenn "die anderen" das gleiche machen würde, wäre es ein Skandal, da reicht schon der Verdacht. Aber das eigene Team dar darf ruhig im Strafraum faulen. 🙄

Wenn unterschiedliche Regeln für unterschiedliche Teams gelten, sollte man in Betracht ziehen dass man in einer Art Kult ist.
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@TotallyLost Na ja, hier hat das weiße Haus eine plausible Erklärung geliefert… Das Thema sollte damit durch sein.
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@PaulPK also du siehst da keinen Interessenkonflikt?
Der Scholz hatte doch auch ne gute Erklärung... Er hat's vergessen ...

Ich hab mal in der Bank gearbeitet und da durfte noch nicht mal der Hausmeister Geschenke >15 € annehmen. Nennt sich "Compliance". (Auch nicht die Bank als Institution)

Das wird gemacht um Interessenkonflikte zu minimieren, aber wies aussieht gelten andere Regeln für die da oben... Und allen ist es mittlerweile egal.
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@TotallyLost Jaaaaa. Er baut das aber nicht für sich privat, und alles ist völlig Transparent. Mit Scholz, Nancy etc. wohl nicht vergleichbar.
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Unfortunately, It has always been like this… even with worse agendas
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