Aktuelle Zahlen von Confluent:
- Fourth quarter subscription revenue of $302 million, up 20% year over year; Confluent Cloud revenue of $169 million, up 23% year over year
- Fiscal year 2025 subscription revenue of $1,120 million, up 21% year over year; Confluent Cloud revenue of $624 million, up 27% year over year
- 1,521 customers with $100,000 or greater in ARR, up 10% year over year
Der IBM Deal (Übernahme für 11Mrd) aus dem letzten Dezember ist glaube ich irgendwie untergegangen. Deshalb nach den starken Zahlen ein paar Gedanken dazu.
Ich glaube mit dem Kauf baut sich IBM das "Nervensystem" für Real-Time AI und aus meiner Sicht einen potentiellen Game-Changer für Enterprise-Daten. Ja das erhöht auch wieder die Schulden aber nur dieser Deal könnte in weniger als 12 Monaten durch den aktuellen Cashflow bezahlt werden.
Was macht Confluent?
Stellt euch vor: Eure Firma produziert jeden Tag Millionen von Daten-Events – Käufe, Sensordaten, Transaktionen, IoT-Signale.
Das Problem: Traditionelle Datenbanken speichern als "Stapel“, heisst es werden immer alte Daten analysiert.
Confluents Lösung sind quasi Echtzeit-Datenströme! Basierend auf Apache Kafka transportiert Confluent Daten live – wie ein Super-Highway für Unternehmensdaten.
Was können das für Anwendungsfälle sein?
- Fraud Detection bei Banken in Millisekunden
- Supply Chains reagieren live auf Probleme
- AI-Modelle bekommen aktuelle statt veraltete Daten
- Netflix, Uber, Goldman Sachs, BMW nutzen es bereits
Warum passt das perfekt zu IBM?
Es ist ein massiver strategischer Schachzug von IBM. Um zu verstehen, warum das so logisch ist, muss man sich ansehen, was IBM heute sein will: Der König der Hybrid-Cloud und der künstlichen Intelligenz (KI) für Unternehmen.
Hier sind die drei Hauptgründe, warum dieser Kauf ein "Match Made in Heaven" ist:
Das "Zentralnervensystem" für die KI (watsonx)
KI-Modelle (wie IBMs watsonx) sind nur so gut wie die Daten, mit denen sie gefüttert werden. Wenn die Daten "alt" sind (aus dem Lagerhaus/Snowflake), ist die KI langsam.
- Der Clou: Confluent liefert Daten in Echtzeit. Mit Confluent kann IBM seinen Kunden jetzt eine KI anbieten, die sofort auf Ereignisse reagiert (z. B. Betrugserkennung im Moment der Zahlung oder sofortige Anpassung von Lieferketten).
Die "Schweiz" der Daten (Hybrid Cloud)
IBM hat mit der Übernahme von Red Hat (2019) darauf gesetzt, dass Firmen ihre Daten nicht nur bei einem Anbieter (wie nur $AMZN (-0,02 %) oder nur $GOOGL (+0,04 %) ) haben, sondern überall verteilt.
- Die Synergie: Confluent ist technologisch neutral. Es verbindet Daten, egal ob sie in einer privaten Cloud, bei Azure oder auf alten IBM-Mainframes liegen. Damit wird Confluent zum perfekten "Bindegewebe" für IBMs Hybrid-Cloud-Strategie.
Vom "Lagerverwalter" zum "Logistik-Riesen"
IBM hatte bisher starke Tools, um Daten zu verarbeiten und zu speichern, aber es fehlte die moderne "Pipeline“. IBM baut somit die Daten-Infrastruktur für die AI-Ära. Während alle über LLMs reden, hat IBM verstanden: Der Gewinner im AI-Rennen ist derjenige mit den besten Daten-Pipelines bzw. Daten hat die in dem Fall ja schon bei den Enterprise Kunden liegen. Die große Wette: Eine Full-Stack Enterprise-AI-Plattform schlägt Einzelkomponenten. IBM vs. Snowflake, Databricks, AWS Kinesis.
IBMs Vorteil: Open Source + Hybrid Cloud + Neutral + Enterprise Trust
Ich finde den Fokus auf Enterprise Kunden sehr spannend. Ich bleibe weiter investiert und werde in der aktuellen Phase evtl noch weiter nachkaufen. Vom Hoch ist die Aktie bummelige 18% entfernt.
Die große Frage geht die Wette auf? Meinungen zu IBM ?
