- Anthropic bindet sich langfristig an Akamais Cloud-Infrastruktur
- Optionsschein könnte Anthropic künftig an Akamai beteiligen
- Vertrag lässt sich auf rund 20 Milliarden US-Dollar ausweiten
Akamai, Anbieter von Cloud-Infrastruktur, hat mit Anthropic eine auf 11,6 Milliarden US-Dollar über sieben Jahre ausgeweitete Vereinbarung geschlossen, die sich um weitere 9 Milliarden US-Dollar auf rund 20 Milliarden US-Dollar aufstocken lässt.
Akamai baut Anthropic-Geschäft massiv aus
Akamai teilte am Donnerstag mit, die Zusammenarbeit mit Anthropic deutlich auszuweiten. Die Vereinbarung sieht vor, dass die verteilte Infrastruktur und Software der Akamai Cloud die wachsenden CPU-Workloads von Anthropic übernimmt. Als Teil des Geschäfts erhielt Anthropic einen Optionsschein, der zum Kauf wandelbarer, stimmrechtsloser Vorzugsaktien der Serie B berechtigt. Nach Umwandlung entspräche dies rund 7,7 Millionen Stammaktien oder bis zu 5 Prozent der ausstehenden Akamai-Aktien, zum Ausübungspreis von 111,33 US-Dollar pro Aktie. Rund 2 Prozent davon sollen im Zusammenhang mit der jetzt verkündeten Verpflichtung vesten, die übrigen 3 Prozent nur, falls Anthropic den Vertrag um bis zu weitere 9 Milliarden US-Dollar erweitert.
Für die Investitionen im Rahmen der Vereinbarung rechnet Akamai mit rund 5,5 Milliarden US-Dollar an Investitionsausgaben. Die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr bleibe davon unberührt, die Investitionsausgaben des laufenden Jahres sollen aber um rund 1,7 Milliarden US-Dollar steigen, um kritische Lieferkettenkomponenten wie Speicher zu sichern. CEO Tom Leighton erklärte, Anthropic treibe die KI-Revolution voran und habe sich für die Fähigkeiten von Akamai beim Aufbau und Betrieb von KI-Infrastruktur in großem Maßstab entschieden. Die Vereinbarung ergänzt bereits in diesem Jahr angekündigte mehrjährige Zusagen aus dem übrigen Kundenstamm von Akamai im Wert von über 2,8 Milliarden US-Dollar.