$INT Die Situation um Intellego Technologies hat sich seit dem Ablauf der Nasdaq-Frist am vergangenen Freitag massiv zugespitzt. Entgegen der Hoffnung auf eine schnelle Klärung durch den KPMG-Bericht sind in den letzten Tagen neue, schwerwiegende Belastungsfaktoren hinzugekommen.
Am 17. Dezember gab das Unternehmen bekannt, dass der Großinvestor Heights Capital Management offizielle Forderungen gegen Intellego erhoben hat. Diese Forderungen stehen im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung vom 27. Oktober 2025, bei der Heights Capital Anteile gezeichnet hatte. Da Intellego noch auf die genaue Spezifizierung der Schadenssumme und der Begründung wartet, bleibt unklar, ob es sich um eine Rückforderung des Kapitals oder Schadenersatz handelt. Dies signalisiert jedoch, dass nun auch institutionelle Anleger rechtliche Schritte einleiten, was den finanziellen Druck auf das Unternehmen massiv erhöht.
Zusätzlich wurde am 15. Dezember bekannt, dass nun auch gegen das Vorstandsmitglied Johan Möllerström ein Verfahren wegen des Verdachts auf schweren Betrug eingeleitet wurde. Dies ist eine erhebliche Eskalation, da nach der Verhaftung des ehemaligen CEO Claes Lindahl im November nun eine weitere zentrale Person der Unternehmensführung unter strafrechtlichem Verdacht steht.
Der Handel mit der Aktie an der Nasdaq First North bleibt weiterhin vollständig ausgesetzt. Die Börse prüft die am 12. Dezember eingereichte Stellungnahme des Unternehmens weiterhin intensiv. Eine Entscheidung über das angestrebte Delisting oder eine mögliche Wiederaufnahme des Handels steht noch aus. Besonders kritisch wird von Marktteilnehmern bewertet, dass die Ergebnisse der forensischen Untersuchung durch KPMG, deren Veröffentlichung Intellego fest zugesagt hatte, bisher immer noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Die Intransparenz bezüglich dieser Prüfungsergebnisse nährt die bestehenden Zweifel an der Integrität der Bilanzierung weiter.
