$META (-0,39 %) hat heute das Projekt "Petal" vorgestellt: ein rund 7.000 km langes Seekabel zwischen Frankreich und den USA mit einer Kapazität von 1 Petabit pro Sekunde, also 1.000 Terabit/s oder 1.000.000 Gigabit/s.
Laut Meta ist das der größte Kapazitätssprung einer einzelnen Generation, den es bei transozeanischen Kabeln jemals gab. In Betrieb gehen soll Petal 2029.
Warum das für Meta und die KI-Branche spannend ist
Die Seekabel liefern die Verbindungen, die die KI-Innovation weltweit antreiben: KI-Dienste laufen in großen Rechenzentren auf mehreren Kontinenten. Modelle, Trainingsdaten und Nutzeranfragen werden ständig zwischen diesen Standorten verschoben, und mit jeder größeren Modellgeneration wächst diese Datenmenge.
Eigene Kabel bringen Meta dabei drei Vorteile:
- Kosten: Meta muss die Bandbreite nicht bei Netzbetreibern mieten. Weil Petal die Kapazität verdoppelt, ohne dass Strombedarf und Infrastruktur im selben Maß wachsen, dürfte auch jedes übertragene Bit günstiger werden.
- Kontrolle: Meta entscheidet selbst, wann und wo wie viel Kapazität bereitsteht, statt mit anderen Kunden um freie Leitungen zu konkurrieren.
- Ausfallsicherheit: Nach Marea, Amitié und Anjana wäre Petal eine weitere Atlantikverbindung, an der Meta beteiligt ist. Fällt eine Leitung aus, läuft der Verkehr über die anderen weiter.
Eine neue Umsatzquelle ist Petal nicht, und die Kosten nennt auch Meta nicht. Der Wert liegt aber in der Infrastruktur, auf der Metas KI-Angebot läuft. Auch $GOOGL (-0,92 %) investiert aus diesem Grund seit Jahren in eigene Seekabel.
Insgesamt dürfte Meta mit eigenen Kabeln deutlich Kosten im Datentransport sparen und gleichzeitig flexibler steuern, wo und wie seine KI-Modelle laufen. Vor allem aber lassen sich damit Rechenzentren auf mehreren Kontinenten wie ein zusammenhängendes System nutzen, und das ist ein wesentlicher Vorteil in der KI-Modellentwicklung.
https://engineering.fb.com/2026/09/21/connectivity/petal-petabit-transoceanic-subsea-cable/
https://engineering.fb.com/2025/02/14/connectivity/project-waterworth-ai-subsea-infrastructure/
