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Das NISA-Programm ist so toll, ich wünschte das gäbe es auch in Deutschland….

Dafür, dass MUFG oder SMFG „schwere Altlasten“ mit sich rumtragen, läuft es bei denen operativ aber ziemlich gut 😂

Rakuten Securities wird tatsächlich durch den Mutterkonzern ausgebremst, aber die betroffene Rakuten Bank könnte perspektivisch auch unabhängiger werden (aktuell hält Rakuten noch knapp unter 50%).

Ich denke ein sehr relevanter Konkurrent, den du nicht genannt hast, ist PayPay. PayPay ist eine Zahlungsplattform, die von über 70mio Japanern verwendet wird. Das Unternehmen gehört zum SoftBank-Reich. Diese betreiben ebenfalls bereits einen Broker, der allerdings noch nicht so groß ist. Dennoch baut PayPay seine Bankdienstleistungen ständig aus und besitzt ein enormes Potential durch seine riesige Kundenbasis und mächtigen Besitzer. SoftBank betreibt ebenfalls den drittgrößten Telekommunikationskonzern des Landes und ihnen gehört der Messenger-Dienst LINE, den jeder im Land verwendet. Sie erreichen also, wenn sie wollen, fast jeden Japaner. Das wäre jetzt meiner Meinung nach eines der Hauptrisiken für SBI.

Aber das betrifft natürlich nur das Endkundengeschäft selbst. Alle anderen Finanzdienstleistungen im Hintergrund (z.B. APIs, VC etc.) sind natürlich weiterhin interessant. Sie werden sicher weiterhin gut wirtschaften können. Nur je weiter das NISA-Programm fortschreitet, desto stärker wird die Konkurrenz in bestimmten Bereichen.
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@PikaPika0105 Tatsächlich ein sehr wichtiger Punkt, den man bei der Betrachtung von SBI definitiv nicht unterschätzen sollte. Gerade die enorme Reichweite von PayPay und LINE im japanischen Alltag könnte langfristig für Konkurrenzdruck sorgen. 👀
Mit über 70 Mio. Nutzern hat PayPay natürlich einen gewaltigen Vorteil, was die Kundenakquise betrifft. Wenn es ihnen gelingt, Wertpapierhandel und NISA Sparen noch stärker in ihr bestehendes Ökosystem zu integrieren, könnte das gerade bei jüngeren Anlegern und Neueinsteigern ordentlich Marktanteile kosten. Schließlich ist die Einstiegshürde extrem niedrig.
Allerdings würde ich hier noch etwas differenzieren. PayPay sehe ich aktuell vor allem als ernsthaften Konkurrenten im Bereich Micro Investing und bei Gelegenheitsanlegern. SBI hat dagegen weiterhin eine deutlich stärkere Stellung bei größeren Depotvolumina, langfristigem Vermögensaufbau und aktiven Tradern. Die Frage ist, ob PayPay seine enorme Nutzerbasis langfristig auch in entsprechend hohe verwaltete Vermögen umwandeln kann.
Was man bei SBI außerdem nicht vergessen darf. Wir sprechen hier eben nicht nur von einem klassischen Onlinebroker. Durch die SBI Shinsei Bank, das Investmentgeschäft sowie die verschiedenen B2B und Kryptoaktivitäten steht das Unternehmen auf mehreren Ertragssäulen. Gerade die japanische Zinswende könnte dem Bankgeschäft zusätzlichen Rückenwind verschaffen. Deshalb würde ich den zunehmenden Wettbewerb durch PayPay zwar durchaus ernst nehmen, aber nicht automatisch als Bedrohung betrachten.
Für mich liegt das größte Risiko tatsächlich beim zukünftigen Wachstum im Retail und NISA Geschäft. Sollte PayPay dort zunehmend Marktanteile gewinnen, müsste man die langfristigen Wachstumserwartungen an SBI sicherlich etwas kritischer hinterfragen.
Auf der anderen Seite erscheint mir SBI angesichts seiner breiten Aufstellung und der niedrigen Bewertung weiterhin interessant. Wobei man natürlich auch hinterfragen muss, inwieweit dieser Bewertungsabschlag durch die komplexe Konzernstruktur gerechtfertigt ist.
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@Aktienhauptmeister würde ich so unterschreiben
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