Daily Leveraged ETFs sind so konstruiert, dass sie das 2x oder 3x der Tagesrendite eines Index liefern – aber eben nur für genau einen Tag. Hältst du sie länger, zählt nicht nur „Start zu Ende“, sondern auch der Weg dazwischen (Pfadabhängigkeit).
„Short Gamma“ – einfach erklärt
„Gamma“ kann man sich als „günstig kaufen / teuer verkaufen“ vorstellen. Daily Leveraged ETFs machen durch ihr Reset-Design oft das Gegenteil:
- Markt steigt → der ETF muss mehr kaufen, um morgen wieder auf 2x/3x zu kommen (kauft in Stärke).
- Markt fällt → der ETF muss verkaufen, um das Risiko wieder auf 2x/3x zu senken (verkauft in Schwäche).
Dieses „höher kaufen, tiefer verkaufen“ nennt man umgangssprachlich Short Gamma (verstärkt Bewegungen, statt sie zu dämpfen).
Rebalancing-Logik (warum Volatilität Rendite frisst)
Weil das Ziel jeden Tag neu eingestellt wird, wird häufig spät am Tag bzw. Richtung Schlussauktion rebalanced. Das führt dazu:
- In sauberen Trends kann es gut laufen.
- In Seitwärts- oder Zickzack-Märkten kann die Volatilität die Performance auffressen („Volatility Decay“), weil tägliches Auf und Ab beim täglichen Reset ungünstig zusammenspielt.
Wenn du einen dieser ETFs besitzt und dir das nicht bewusst ist, solltest du vielleicht überdenken, was du tust. Damit meine ich nicht panisch verkaufen.
$LQQ (-3,63 %) , $3LSI (+22,52 %) , $QQQ3 (-4,63 %) , $3LGO (+21,22 %) , $DBPG (-2,05 %) , $3USL (-2,9 %) , $LYY8 (-0,75 %) , $3DEL (-1,14 %) , $CL2 (-1,29 %) , $3NGL (-28,29 %)

