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Sehr cool. Da hast Du genau die richtigen Überlegungen angestellt. Ich nehme an Du zahlst nicht in eine gesetzliche Rente ein und organisierst deshalb alles selbst als private Vorsorge -> das ist Top! 👈

Das Depot wird sicherlich seinen Lauf gehen und sich mehr als ordentlich weiterentwickeln. Als unternehmerisch tätige Person ist es aber in diesem Zusammenhang sehr wichtig persönliche Haftungsrisiken aus den Unternehmungen einzudämmen. Vermutlich hast Du das schon - Du erwähnst ein Holdingdepot, somit hast Du vermutlich bereits ein mehrstufiges Beteiligungsmodell, wo die untergeordneten GmbHs die Haftung limitieren, während Du Gewinne zu 2% (?) in die Holding hochschieben kannst.

Mich würde interessieren wie Du dieses Holdingdepot strukturierst und wie Du daraus später einmal Auszahlungen auf die private Ebene organisierst ohne steuerlich zu stark geschröpft zu werden.
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@NichtRelevant korrekt, die operativen Firmen waren - sind - & werden auch immer GmbHs sein und bleiben.

Fokus liegt auf 1.) Mitarbeiterzufriedenheit, 2.) Kundenzufriedenheit & 3.) Profitabilität; das Konzept hat sich bis dato recht ertragreich dargestellt & langfristig belastbar

Genau, nach oben wird dann mit knapp 1.5% Steuer der Gewinn geschoben & dann ins Holding Depot.

Gute Frage, der Steuerhammer trifft dich irgendwann immer daher lege ich da derzeit keinen Fokus drauf, rein die Vermehrung und den "Vorsteuer-Effekt" nutzen durch mehr Kaptial das arbeiten kann + ein glückliches Händchen mit Einzeltiteln sollten in Zukunft dann gute Ergebnisse bringen 😁

Alternativ wird das Geld dann weiter investiert in neue Firmen, Immos oder andere Dinge.. let's see 😇
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@Meli94 Ja, man hat durch die Holding als 'Sparbüchse' ja einen Steuerstundungseffekt, der auf jeden Fall schon mal viel bringt.

Ein Immobilieninvest aus der Holding heraus ist sicherlich sinnvoll, da die Steuerlast auf Gewinne innerhalb der Holdinggesellschaft durch die Abschreibungen gedrückt werden können.

Bei der (späteren) Auszahlung von Erträgen auf die private Ebene wird aber dann tatsächlich der Fiskus zuschlagen. Vermutlich ist ein Geschäftsführer(innen)gehalt das einfachste. Eventuell nimmt man aber erst mal an die Firmen gegebene Privatdarlehen (falls vorhanden) steuerfrei raus und verzinst die vorher mit gerade noch zulässigem Zinssatz, so dass auf diese Zinsen nur Kapitalertragsteuer anfällt.

👉 Bitte halte uns auf dem Laufenden. Ich finde das Thema Holding sehr spannend und es wird hier im Forum bisher leider wenig thematisiert. 😉
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@NichtRelevant korrekt, Thema Immos sind tatsächlich auch noch etwas Neuland für mich, mal sehen was die 40iger für mich bereit halten. Bis dahin erstmal weiterhin finanzielle Mittel aufbauen 😇
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@Meli94 Dein Post hat mich gestern Abend gedanklich noch etwas beschäftigt, da ich in der Vita doch ein paar Parallelen entdecke. Ich war mit 30 allerdings noch nicht so weit, dass ich eine Holding hatte. 😅

Zum Portfolio möchte ich gar nicht so viel sagen – ich denke das bekommst Du selbst sehr gut hin. Eher ein paar „Weisheiten“, auch wenn Du sie vielleicht ebenfalls nicht brauchst. (Achtung die Liste klingt wie eine Aneinanderreihung von Bedenken, aber ich denke das kannst Du einordnen).

1) Du läufst in einer anderen Kategorie als viele der Mitforisten hier (Ist nur eine Feststellung keine Wertung). Das liegt nicht unbedingt oder primär an der Depotgröße, sondern an der Tatsache, dass Du Deine Altersvorsorge komplett selbst organisierst. Bei den meisten hier ist ab 65/68 Jahren das Depot ein nettes Zubrot zur gesetzlichen Rente oder Pension. Bei Dir wird es einmal die komplette Ertragskraft sicherstellen müssen. Somit brauchst Du da einfach auch mehr Masse als andere Leute, hast aber natürlich den Vorteil, dass Du nicht in ein marodes Rentensystem einzahlen musst und vor allem Deine Einzahlungen ins Depot abhängig von Deinen geschäftlichen Tätigkeiten flexibel leisten kannst.
Anm.: Eigentlich rede ich nicht gerne von Altersvorsorge, da das für mich total negativ klingt – nämlich nach weit weg und nach alt. Finanzielle Unabhängigkeit klingt da viel besser und es ist im Outcome für Dich das Gleiche bzw. besser, da Du hoffentlich weit vor dem gesetzlichen Rentenalter finanziell frei und dann auch mit Deinem privaten Vorsorgemodell viel flexibler bist.

2) Über Haftung hatte ich vorher schon geschrieben, aber abhängig von Deiner Branche kann es da über die Jahre schon auch mal zyklisch etwas hoch und runter gehen. Aus eigener Erfahrung hat man (zumindest war‘s bei mir so) manchmal den Reflex ein Geschäft, das nach guten Jahren mal nicht 100% optimal läuft mit privaten Assets zu stützen. Hier wird’s gefährlich, wenn diese Assets die private Vorsorge darstellen. Mein Rat wäre in solchen Fällen lieber etwas zu verkleinern als zu viel Geld zurück in die Firma zu schießen. Auch wenn‘s hart ist - mir ist klar, dass man (entgegen der landläufigen Meinung) an Mitarbeitern hängt, speziell wenn man viel Zeit und Geld in Ausbildung/Schulung gesteckt hat und in einer Firma mit flachen Hierarchien auch persönlich an den Leuten hängt.

3) Ich würde die Firma vorsichtshalber NICHT als Teil der Altersvorsorge sehen, also NICHT mit großartigen Erlösen aus einem Verkauf rechnen. Viele Inhaber kalkulieren mit enormen Verkaufserlösen aus dem Verkauf des eigenen Lebenswerks und sind dann total enttäuscht, wenn ein Verkauf nicht die prognostizierten Summen bringt. Ich würde somit lieber gedanklich mit „0“ rechnen und mich freuen, wenn aus dem Verkauf noch zusätzliche, bisher nicht eingeplante Mittel zufließen. Die Abgabe der Firma in gute Hände und ein Fortbestand der Firma wären mir wichtiger als ein hoher Verkaufserlös (Gut, Bei Dir ist es da ja eh noch eine ganze Weile hin).

4) Bei zwei Firmen und einer Holding hast Du extrem viel um die Ohren. Bitte vergiss das private nicht - ich war „damals“ fast nur am Arbeiten und auf Achse. Rückblickend wünsche ich mir, dass ich mehr Zeit mit Freunden und Familie verbracht hätte. Meine Kinder hätte ich fast „verpasst“, da auch meine Frau ständig woanders gearbeitet und gewohnt hat. Ich will sagen: Es ist wichtig Verantwortung zu übernehmen und Dinge anzuschieben und umzusetzen, man sollte aber nicht zu diszipliniert sein, so dass man das Leben komplett vergisst.

Ich schicke Dir mal eine Followeranfrage – mich interessiert, wie es bei Dir weitergeht. 👈
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Danke für deine Zeilen und die ehrlichen Worte @NichtRelevant 🙏
Es tut gut, sich mit jemandem auszutauschen, der den Weg selbst kennt. Ich habe mich in vielen deiner Punkte wiedergefunden, mein Setup über die Jahre aber recht strikt getrennt aufgesetzt

Finanzielle Freiheit: Absolut deiner Meinung. Das trifft es viel besser als „Altersvorsorge“, und genau diese Unabhängigkeit ist hier auch das Ziel.

Haftung & Reserven: Meine private Vorsorge ist komplett vom Business entkoppelt. Damit ich im Ernstfall für Gehälter, Lizenzen oder Steuern nicht an private Assets muss, arbeite ich in den Firmen mit einem Konten Modell und festen Puffern.

Verkaufswert: Ich plane gedanklich tatsächlich mit 0€. Agenturen haben ohne die Köpfe eh kaum Substanzwert. Da wir komplett gebootstrappt sind, könnten wir im Worst Case alles sauber abwickeln– das habe ich in der Vergangenheit auch schon mal so praktiziert. Die Firmen sind aktuell liquide Cashflow Maschinen, kein Renten Asset. Nach dem Kredo „Wer etwas anpflanzt, das keine Früchte trägt, betreibt falsch verstandenen Luxus“ müssen sie sich laufend selbst tragen.

'Life-Business-Balance': Die reine 'Tunnelphase' gab es nur in den Anfängen. Heute habe ich feste Arbeitszeiten wie eine klassische Angestelle, delegiere viel an das Team und plane 3–4 Urlaube im Jahr. Die Wochenenden sind für Familie und Freunde reserviert.

Am Ende hat alles seine Zeit. Und falls wider Erwarten doch mal alle Stricke reißen, gehe ich eben zurück in ein normales Angestelltenverhältnis und zahle wieder regulär in die Rente ein :D
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@Meli94 Super! Da bist Du deutlich weiter und strukturierter als ich das seinerzeit war. Ich glaube nicht, dass Du je ins Angestelltenverhältnis zurückgehst - aber ich glaube das weißt Du selbst. 😉

Ich wünsche Dir viel Glück! Schau Dich - falls Du Zeit dafür findest - mal bezüglich des Immobilienthemas um. Das könnte ein weiterer Booster für Dich sein. Zwar hat man als Selbstständige(r) bei den Banken immer einen schwereren Stand als ein Angestellter oder Beamter, aber auf lange Sicht lohnt es sich und es ist sehr schön kalkulierbar.

Schönen Restsonntag! 😊
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@NichtRelevant werde ich tuen, danke dir :)
Stand jetzt ist das Thema Immos für meine Ende 30iger/ Anfang 40iger vorgesehen.. wir werden sehen :)
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@NichtRelevant als kleiner Hinweis: hier in der App gibt es durchaus einige Fire-Anwärter, für die die GRV ebenfalls kaum eine Rolle spielt, weil der Zeitraum zwischen Ausstieg aus dem Berufsleben (egal ob Angestelltenverhältnis oder Selbständigkeit) und Renteneintritt zu weit auseinanderliegen.
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@KevinE Um so besser. Ich gönne es jedem, der es frühzeitig so weit schafft, dass er frei ist zu tun was er möchte. Das Schlimmste ist sich in einem Job, den man nicht mag, bis zu einem vorgegebenen Renteneintrittsalter durchzuschleppen zu müssen.
Selbst wenn man nicht mehr arbeiten muss und einem die Arbeit Spaß macht ist es schön, wenn die Option besteht jederzeit aufzuhören zu können oder was anderes zu machen. 🙂
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@NichtRelevant das sehe ich auch so.

Bei mir ist es glücklicherweise so, dass ich meinen Job grundsätzlich mag. War auch schon anders - das war für mich der Auslöser für meine Bestrebungen.

Allerdings mag ich meine Freizeit immer noch mehr als meinen jetzigen Job. Ob ich komplett aufhöre oder mir etwas anderes suche (mein Beruf ist kaum in Teilzeit realistisch), sehe ich dann.

Wie es mit einer Selbständigkeit wäre, kann ich nicht sagen. Habe oft darüber nachgedacht, bin aber auf keine für mich lukrative Geschäftsidee gekommen.
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