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$NTG (-3,11 %)

Nabaltec hat ein herausforderndes Jahr 2025 hinter sich, in dem der Aktienkurs um rund 13 % nachgab. Die Hauptgründe für den Rückgang waren die anhaltende Schwäche der Stahlindustrie und die vorübergehende Stagnation im europäischen E-Mobilitätssektor. Dennoch deuten die Fundamentaldaten auf eine signifikante Unterbewertung hin.

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Strategische Einschätzung


  • Ursachen des Kursrückgangs: Ein leichter Umsatzrückgang im Jahr 2025 (ca. -2 %) und gestiegene Betriebskosten belasteten die EBIT-Marge, die auf etwa 9 % sank. Dies führte zu einer defensiven Haltung der Anleger.


  • Perspektiven 2026: Analysten (u. a. Baader Bank, NuWays) sehen ein durchschnittliches Kursziel von ca. 16,75 € bis 18,00 €. Dies entspricht einem Aufwärtspotenzial von über 30 %. Impulse kommen durch den Ausbau der Stromnetze und das Wachstum bei Rechenzentren (Bedarf an flammgeschützten Füllstoffen).


  • Geschäftsmodell: Hohe Stabilität durch die Marktführerschaft in ökologischen Nischen (halogenfreie Flammschutzmittel). Die extrem niedrige Verschuldung macht das Unternehmen krisenfest.


  • Aktionärsstruktur: Über 55 % der Anteile befinden sich in den Händen der Gründerfamilien (Heckmann & Witzany). Dies garantiert eine langfristige Strategie, führt jedoch zu einer geringen Liquidität der Aktie (Small Cap).


Experten-Fazit: Nabaltec ist bilanziell eine "Festung". Die Aktie wird aktuell mit einem deutlichen Abschlag zu ihrem fairen Wert gehandelt. Sobald sich die Endmärkte (Stahl/Elektro) stabilisieren, ist mit einer Neubewertung zu rechnen.


Last but not least: Analyse der Schuldenbelastung

Die finanzielle Stabilität von Nabaltec ist im Branchenvergleich als außergewöhnlich einzustufen. Während viele Konkurrenten unter hohen Zinslasten leiden, agiert Nabaltec aus einer Position der Stärke:

  • Mit einem Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA von ca. 0,2x ist das Unternehmen faktisch schuldenfrei. Im Vergleich dazu ist Lanxess mit dem 3,5-fachen (oder höher) deutlich riskanter finanziert.
  • Zinsdeckungsgrad: Das operative Ergebnis (EBIT) deckt die Zinsaufwendungen um mehr als das 9-fache. Das macht Nabaltec immun gegen die aktuelle Zinspolitik der EZB.
  • Finanzielle Flexibilität: Die hohe Eigenkapitalquote von über 50 % ermöglicht es der Firma, künftige Expansionen (z. B. den Ausbau der US-Produktion) vollständig aus dem Cashflow oder über günstige Kreditlinien zu finanzieren, ohne die Existenz zu gefährden.
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3 Kommentare

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Von den Fundamentaldaten sieht alles sauber aus. Mir macht jedoch bei Nabaltec die Bestandsentwicklung (Vorratsaufbau bei sinkenden Umsätzen) etwas Sorge.
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@Charmin ist hier als Nachbar der Experte
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@Alpalaka Hahaha, danke fürs "reinholen".

Also: Mir jucken auch schon die Finger und zwar ganz gewaltig.

Die Krux mit Nabaltec ist unsere Regierung, die nichts, rein gar nichts unternimmt, um unserer Industrie zu helfen.

Das Problem von Nabaltec sind weder Produkte noch Management. Das Problem von Nabaltec ist der Standort Deutschland. Es ist zum Heulen.

Dennoch: Die werden – eben weil es eine gute Mannschaft ist – das überstehen. Und richtig durchstarten, wenn wir endlich eine Regierung haben, die das umsetzt, was die Union verspricht.

Kann noch dauern, wird aber kommen. Und solange werde ich meinen Bestand erhöhen.
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