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Rock Rail kauft 61 Batteriezüge aus Uerdingen

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Krefeld · Im Jahr 2029 sollen neue Batteriezüge aus dem Werk von Siemens Mobility in Krefeld im nördlichen Westfalen den Fahrgastbetrieb aufnehmen. Ein britischer Investor und die Rock-Gruppe stemmen die 800-Millionen-Euro-Investition.


Der Bau und Verkauf von klimafreundlichen Regionalzügen ist eine Säule des Erfolgs der mehr als 2000 Beschäftigten im Krefelder Werk von Siemens Mobility an der Duisburger Straße in Uerdingen. Die zweite Säule mit Wartungs- und Serviceleistungen macht das Angebot für viele Kunden erst komplett. So liefere Siemens 61 Batteriezüge des Typs Mireo Plus B an Rock Rail, ergänzt durch einen Full-Service-Vertrag über eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren, informierte eine Siemens-Sprecherin.


Der Kunde Rock Rail setze beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) bei der Weiterentwicklung des regionalen Schienenverkehrs im Netz Nördliches Westfalen (NNW) auf das ganzheitliche Betriebs- und Instandhaltungskonzept Railigent X von Siemens Mobility. Im Rahmen dieses langfristigen Servicepakets übernehme Siemens Mobility die vollständige Instandhaltung der Flotte und stelle damit eine nahezu hundertprozentige Verfügbarkeit sicher. Ziel sei ein besonders zuverlässiger, effizienter und nachhaltiger Betrieb im Netz Nördliches Westfalen, in dem die modernen, in Krefeld gebauten Batteriezüge ab Dezember 2029 zum Einsatz kämen, so die Sprecherin.


„Für einen zuverlässigen und nachhaltigen Schienenverkehr sind langfristige Serviceverträge ein entscheidender Erfolgsfaktor. Dieser Auftrag unterstreicht genau diese Bedeutung. Damit schaffen wir die Grundlage für einen effizienten, wirtschaftlichen Betrieb und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Schienenverkehrs in Westfalen“, betonte Elmar Zeiler, CEO Customer Service bei Siemens Mobility:


Das Projekt zeige, wie innovative Finanzierungsstrukturen, Fachwissen im Bereich Schienenfahrzeuge und langfristiges privates Kapital des britischen Investors John Laing dazu beitragen können, sauberere und effizientere Verkehrslösungen zu realisieren. Rock Rail sei stolz darauf, gemeinsam mit Siemens Mobility, Laing und NWL diese wichtige Flotte für die Fahrgäste in der gesamten Region in Betrieb zu nehmen“, erklärte Mike Kean, Chief Operating Officer von Rock Rail.


Die rund 800 Millionen Euro teure Investition werde zu 89 Prozent von der internationalen Investmentgesellschaft John Laing und zu elf Prozent von dem auf Schieneninfrastruktur spezialisierten Investor Rock Rail gehalten, teilte Laing auf Linkedin mit.


Siemens Mobility kombiniere präventive, korrektive und vorausschauende Wartung sowie digitale Analyse mit Hilfe von Railigent X, um bereits vor dem Werkstattaufenthalt eine zustandsbasierte Instandhaltung zu ermöglichen. Dies reduziere Ausfallzeiten, optimiere Wartungsprozesse und senke nachhaltig die Betriebskosten, berichtete die Unternehmenssprecherin.


(sti ped)


https://rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/krefeld-rock-rail-kauft-61-batteriezuege-aus-uerdingen_aid-150489431

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