9Mon.
Nicht ganz so aus meiner Sicht. Dividenden sind ein differenziertes Thema: bei ETF kann man das so sehen wie @Madhatter5566, bei Anlage in Einzelwerten: nicht.
Titel, die gar keine Dividenden ausschütten, haben meistens Gründe dafür. Auch hier gibt es Ausnahmen, die hohe Qualität haben und fast nichts ausschütten ( $MSFT $GOOGL ), in der Regel jedoch: geben seit Jahrzehnten hochqualitative Aktien einen Teil pro Jahr auch an ihre Aktionäre zurück. Und viele von diesen Titeln steigern diese Ausschüttungrate jährlich prozentual, manche von denen seit über 100 Jahren: das zeigt, welche Qualität sie haben: $BNS zb steigert die Dividende seit 1833: jedes einzelne Jahr, und der zu Grunde liegende Basispreis steigt auch immer weiter.
Bei Anlage in Aktien ist es so, dass du natürlich durch Teilverkäufe deines bisherigen Kursgewinns selber irgendwann „Dividenden“ erzeugen kannst: allerdings führt das zu einem Substanzverlust, ist aufwändig, jeder Trade kostet Gebühren usw..
Qualitäts-Dividenden-Aktien: zahlen, ohne Substanzverlust. Die Anzahl der Aktien kannst du deinen Enkeln vererben, und trotzdem steigt die Dividende von Jahr zu Jahr. Insbesondere deine persönliche Dividendenrendite (also: wie viel Geld habe ich für eine Aktie zu welchem Zeitpunkt bezahlt, um wie viel Dividende kriege ich heute bezogen auf diesen damaligen Einstandskurs heute ausgezahlt) ist das Maß aller Dinge. Wenn du das mit Aktienverkäufen irgendwann nachstellen willst: dann gute Nacht Marie, sag auf Wiedersehen zu deinem Investments.
Diese persönliche Dividendenrendite steigt bei vielen Qualitätstiteln nach 20 oder 25 Jahren gerne mal auf 70 oder 80 %: pro Jahr! D.h., bezogen auf den *damaligen* Kaufkurs, bekommst du 70 % deines damaligen Kaufkurses jedes Jahr ausgezahlt, ohne Substanzverlust: nächstes Jahr erneut und so weiter .
Titel, die gar keine Dividenden ausschütten, haben meistens Gründe dafür. Auch hier gibt es Ausnahmen, die hohe Qualität haben und fast nichts ausschütten ( $MSFT $GOOGL ), in der Regel jedoch: geben seit Jahrzehnten hochqualitative Aktien einen Teil pro Jahr auch an ihre Aktionäre zurück. Und viele von diesen Titeln steigern diese Ausschüttungrate jährlich prozentual, manche von denen seit über 100 Jahren: das zeigt, welche Qualität sie haben: $BNS zb steigert die Dividende seit 1833: jedes einzelne Jahr, und der zu Grunde liegende Basispreis steigt auch immer weiter.
Bei Anlage in Aktien ist es so, dass du natürlich durch Teilverkäufe deines bisherigen Kursgewinns selber irgendwann „Dividenden“ erzeugen kannst: allerdings führt das zu einem Substanzverlust, ist aufwändig, jeder Trade kostet Gebühren usw..
Qualitäts-Dividenden-Aktien: zahlen, ohne Substanzverlust. Die Anzahl der Aktien kannst du deinen Enkeln vererben, und trotzdem steigt die Dividende von Jahr zu Jahr. Insbesondere deine persönliche Dividendenrendite (also: wie viel Geld habe ich für eine Aktie zu welchem Zeitpunkt bezahlt, um wie viel Dividende kriege ich heute bezogen auf diesen damaligen Einstandskurs heute ausgezahlt) ist das Maß aller Dinge. Wenn du das mit Aktienverkäufen irgendwann nachstellen willst: dann gute Nacht Marie, sag auf Wiedersehen zu deinem Investments.
Diese persönliche Dividendenrendite steigt bei vielen Qualitätstiteln nach 20 oder 25 Jahren gerne mal auf 70 oder 80 %: pro Jahr! D.h., bezogen auf den *damaligen* Kaufkurs, bekommst du 70 % deines damaligen Kaufkurses jedes Jahr ausgezahlt, ohne Substanzverlust: nächstes Jahr erneut und so weiter .
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@Madhatter5566 stimmt, kann man so sehen. Nur die Anzahl der gehaltenen Aktien bleibt beim Dividendenmodell eben gleich, wenn ich Entnahmen machen will ohne Dividenden: muss ich verkaufen.
Die Anzahl der gehaltenen Aktien wird geringer. Und wenn dann nächstes Jahr das passiert, was du oben skizziert hast (Gewinn geht aus irgendwelchen Gründen runter), und die Anzahl an Aktien hat sich ja gemindert, ist dass wie ein Hebel auf die pers. Rendite.
Ich muss also mehr traden, mehr agieren. Aber du hast recht: am Ende ist das eine Ansichtssache und von den persönlichen Bedürfnissen abhängig. Ein junger Mensch, der Vermögensaufbau macht: muss nicht unbedingt auf Dividenden achten.
Nur: die Idee, das Aktien, die keine Dividenden ausschütten, mehr Kursgewinne machen, als welche, die die ausschütten: die stimmt halt statistisch offenbar so nicht (hab ich mir sagen lassen, kann das nicht überprüfen, keine Ahnung, ob das stimmt).
Die Anzahl der gehaltenen Aktien wird geringer. Und wenn dann nächstes Jahr das passiert, was du oben skizziert hast (Gewinn geht aus irgendwelchen Gründen runter), und die Anzahl an Aktien hat sich ja gemindert, ist dass wie ein Hebel auf die pers. Rendite.
Ich muss also mehr traden, mehr agieren. Aber du hast recht: am Ende ist das eine Ansichtssache und von den persönlichen Bedürfnissen abhängig. Ein junger Mensch, der Vermögensaufbau macht: muss nicht unbedingt auf Dividenden achten.
Nur: die Idee, das Aktien, die keine Dividenden ausschütten, mehr Kursgewinne machen, als welche, die die ausschütten: die stimmt halt statistisch offenbar so nicht (hab ich mir sagen lassen, kann das nicht überprüfen, keine Ahnung, ob das stimmt).
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@Madhatter5566 „Hebel“ meinte sinnbildlich und natürlich nicht im Börsensinn korrekt in etwa: Anzahl der Aktien x Dividendensteigerungsrate x Kursgewinn vs. Abnehmende Anzahl von Aktien x Kursgewinn der Titel.
In Deinem Modell sinkt das Vermögen irgendwann auf jeden Fall oder reduziert sich in vielen Jahren *theoretisch* auf 1 einzige Aktie: danach ist Schluss.
Bei meinem: Nicht.
Ich rede von einer Phase reiner Entnahme ohne Neukäufe zb im Rentenalter.
Was allerdings bei der durchschnittlichen Lebensdauer eines Menschen wohl keine Rolle spielt, zugegebenermaßen.
D
Und : Gute Dividendenwerte sind eben keine 1Euro Aktien mit mäßigem Kursverlauf vs. Nicht-zahlende Werte =1000 Euro-Aktien, sondern haben in etwa dieselbe Kursentwicklung wie nichausschüttende Unternehmen: letztere haben aber meist schlicht nicht dieselbe Qualität, deswegen können sie den Eigentümern in dem Stadium ihres Geschäftsmodells auch nichts auszahlen. Explodierende Kursgewinne können diese Werte aber natürlich auch haben: Die Börsenkurse bilden ja meist eine erwartete oder erhoffte Zukunft ab.
Was anderes sind ausschüttende ETF: Die sind sehr wohl im Vermögensaufbau zu hinterfragen, das sehe ich auch so.
Denn thesaurierend oder ausschüttend: die Aktien dahinter sind ja dieselben, das Risiko dasselbe, nur das Anteilswachstum läuft langsamer.
In Deinem Modell sinkt das Vermögen irgendwann auf jeden Fall oder reduziert sich in vielen Jahren *theoretisch* auf 1 einzige Aktie: danach ist Schluss.
Bei meinem: Nicht.
Ich rede von einer Phase reiner Entnahme ohne Neukäufe zb im Rentenalter.
Was allerdings bei der durchschnittlichen Lebensdauer eines Menschen wohl keine Rolle spielt, zugegebenermaßen.
D
Und : Gute Dividendenwerte sind eben keine 1Euro Aktien mit mäßigem Kursverlauf vs. Nicht-zahlende Werte =1000 Euro-Aktien, sondern haben in etwa dieselbe Kursentwicklung wie nichausschüttende Unternehmen: letztere haben aber meist schlicht nicht dieselbe Qualität, deswegen können sie den Eigentümern in dem Stadium ihres Geschäftsmodells auch nichts auszahlen. Explodierende Kursgewinne können diese Werte aber natürlich auch haben: Die Börsenkurse bilden ja meist eine erwartete oder erhoffte Zukunft ab.
Was anderes sind ausschüttende ETF: Die sind sehr wohl im Vermögensaufbau zu hinterfragen, das sehe ich auch so.
Denn thesaurierend oder ausschüttend: die Aktien dahinter sind ja dieselben, das Risiko dasselbe, nur das Anteilswachstum läuft langsamer.
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