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Dax-Konzern erzielt Rekord-Quartalsgewinn und hebt Prognose an

$SIE (+1,79 %)

Ich bleibe weiterhin investiert.


Hohe Nachfrage nach Software und der Rechenzentrenboom treiben die Geschäfte von Siemens an. Die beiden künftigen Kerngeschäfte wachsen prozentual zweistellig.


München. Siemens geht gestärkt in den Unternehmensumbau. Im vergangenen Quartal erzielte der Technologiekonzern Rekordwerte bei Ergebnis und Auftragseingang. „Unsere technologische Führerschaft in allen Geschäften, der klare Fokus auf industrielle KI sowie die starke Positionierung in attraktiven Märkten treiben unser profitables Wachstum voran“, sagte Firmenchef Roland Busch am Donnerstag und hob die Gewinnprognose an.


Siemens befindet sich gerade in einer sensiblen Phase der Unternehmensentwicklung. Am 1. Oktober soll die neue Struktur im Rahmen der „One Tech Company“-Strategie umgesetzt werden. Im Konzern gibt es aber noch Verunsicherung, weil tausende Mitarbeiter nicht wissen, welchen Titel und welche Aufgaben sie künftig haben.


Da hilft es, dass die Geschäfte gut laufen. Der Umsatz stieg im dritten Quartal 2025/26, also von April bis Juni, auf vergleichbarer Basis um acht Prozent auf 20,8 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte um 13 Prozent auf erstmals 27,9 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis im industriellen Geschäft verbesserte sich um 25 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, was einer Marge von 17,3 Prozent entsprach.


Damit lag der im deutschen Aktienleitindex Dax notierte Konzern über den Erwartungen der Kapitalmärkte. Analysten hatten im Schnitt mit 20,6 Milliarden Euro Umsatz und einem operativen Ergebnis von 3,2 Milliarden Euro prognostiziert.


Mit der neuen Strategie will sich Siemens noch stärker zu einem integrierten Technologiekonzern entwickeln. Dafür sollen die Bereiche zum Beispiel bei Technologieplattformen enger zusammenarbeiten und gemeinsam beim Kunden auftreten. Im Vertrieb sollen mehr Mitarbeiter in den direkten Kundenkontakt, zudem will CEO Busch das Marketing verbessern.


Automatisierungstechnik im Fokus der Investoren

Siemens baut bewusst jetzt um, da die Geschäfte gut laufen. „Wir agieren ganz klar aus einer Position der Stärke“, sagte Busch dem Handelsblatt. Man solle sich verändern, wenn es einem gut gehe – „nicht erst warten, bis es schlechter wird“.


Im Gesamtgeschäftsjahr (bis 30. September) rechnet Siemens weiterhin mit einem Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent auf vergleichbarer Basis. Dabei soll die Sparte Smart Infrastructure etwas stärker wachsen als bislang prognostiziert. Beim Gewinn nach Steuern erwartet der Konzern nun vor Sondereffekten 11,20 bis 11,50 Euro (zuvor: 10,70 bis 11,10 Euro).


Besonders genau schauen die Investoren auf die Sparte Digital Industries (DI) mit der Automatisierungstechnik und der Industriesoftware. Auf beiden Feldern ist Siemens Weltmarktführer – es zeichnen sich aber Disruptionen durch die Fortschritte bei künstlicher Intelligenz ab.


Im dritten Quartal stiegen die Umsätze bei DI auf vergleichbarer Basis um zehn Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Die Software-Geschäfte legten überproportional um 15 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis verbesserte sich um 44 Prozent auf 923 Millionen Euro, was einer Marge von 18,7 Prozent entsprach.


Zum Vergleich: Der US-Konkurrent Rockwell Automation, auf den sie in München genau schauen, steigerte die Umsätze im dritten Quartal 2025/26 (ebenfalls zum 30. September) auf vergleichbarer Basis um 2,3 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 23 Prozent auf 516 Millionen Dollar. Die Marge verbesserte sich auf 22,3 Prozent. Operative Renditen sind aber nur bedingt miteinander vergleichbar.


Bewährungsprobe für möglichen CEO-Nachfolger

Zweite Kernsparte des künftigen Siemens-Konzerns ist Smart Infrastructure mit der intelligenten Gebäudetechnik und dem Energiemanagement. Hier legten die Umsätze vor allem dank des Booms neuer Rechenzentren um 13 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zu. Der Auftragseingang stieg sogar um 42 Prozent auf acht Milliarden Euro. Das Ergebnis verbesserte sich um 19 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, die Marge lag bei 20 Prozent.


SI wird seit Kurzem von Technologie- und Strategiechef Peter Körte geführt. Es werde eine Herausforderung für ihn, die Erfolgsgeschichte seines Vorgängers Matthias Rebelius fortzuschreiben, heißt es in Industriekreisen. Der hatte Marktposition und Profitabilität über Jahre hinweg konsequent ausgebaut.


Allen sei klar, dass auch dieses Geschäft zyklisch sei und der Auftragsboom irgendwann abreißen werde, sagt ein Insider. Bislang aber laufen die Geschäfte weiterhin gut.


Körte soll sich mit der Führung von SI operativ beweisen. Er gilt wie DI-Chef Cedrik Neike als möglicher Nachfolger von CEO Busch, dessen Vertrag noch bis Mitte 2030 läuft. Bislang fehlte Körte aber die Erfahrung in der Führung eines großen Geschäfts. Nach Informationen des Handelsblatts aus Aufsichtsratskreisen könnte Körte seinen Titel als Chief Technology Officer abgeben, da er derzeit zu viele Leitungspositionen innehabe.


https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/siemens-dax-konzern-erzielt-rekord-quartalsgewinn-und-hebt-prognose-an/100243303.html

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3 Kommentare

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Bleibe auch drin. Sieht doch gut aus. Solider Wert mit dennoch viel Potenzial
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@Rubirubber für mich momentan eines der besten deutschen Unternehmen
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Heuer schon fleissig zugekauft. Gefühlt immer noch zu wenig😅
Für mich der Beste, zukunftsträchtige deutsche Titel.🙂
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