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Würde hierzu gerne mal meine Gedanken,als 21 (bald 22) Jähriger teilen...
Erstmal vielen Dank für diesen Betrag, er fasst es aus meiner Sicht ziemlich gut zusammen. Ich selbst fahre auch eine Dividendenstrategie und verstehe auch die Kritikpunkte älterer User an selbiger, stimmen ihn sogar größtenteils zu.
Allerdings fahre ich sie, wie viele Andere auch, nicht in "Reinstform", sondern in Kombination mit etfs, welche eben auch keine Divident Etfs sind. Bei mir ist die Verteilung 30% Etfs und der Rest Aktien.
Warum??
Die Etfs sind meine Altersvorsorge und werden auch bis zur Rente nicht weiter angefasst. Die Dividendentitel sind für die HEILIGE FINANZIELE FREIHEIT. Der Investitionstopf besteht also aus zwei Säulen die zwei unterschiedliche Ziele tragen. Mann könnte auch Gegenwarts- und Zukunftssäule sagen.
Ich glaube ein großer Unterschied zur Generation Y ist (auch aus eigener Erfahrung) das frühe Bewusstsein oder Befürchtung, das man eben mit keiner Rente zu rechnen hat. Ich habe 2020 ein FsJ in der Behindertenpflege absolviert. Dort waren meine Mitarbeiter entweder 90er Jahrgänge oder Boomer, nichts dazwischen. Es kam in den Pausengesprächen auch öfter zum Thema Rente und Geld generell. Wie gesagt, es handelte sich um den Pflegesektor. Ich habe da das Gefühl das man hier eh vermehrt auch über das Geldthema unter Mitarbeitern spricht. Diese Gespräche haben mehr zwischen mir und den Boomern stattgefunden als mit Gen y. Die 90er Mitarbeiter haben sich mit Thema überhaupt nicht auseinander gesetzt und empfanden es eher als belastend und haben es von sich weggeschoben.
Ich würde auch sagen das wir vie negativer in die Zukunft blicken bzw es überhaupt tun. Da sind Dividenden eben auch ganz nett, da sie eine Konstante sind und die Freiheit bieten das man zum Beispiel auch in ein anderes Unternehmen investieren kann. Das geht mit Rendite erst nach Realisierung auf welche man eben auch Steuern zahlt. Auch die Psychologie dahinter sollte man nicht außer Acht lassen. Mann zahlt sein Geld in etwas ein ( in dem Fall in Aktien) und bekommt Geld dafür. Ich glaube das löst in mir die selben "Sicherheitsgefühle" wie es bei den Boomern Zinsen einst Taten. Es ist nichts anderes, nur das man nun auch eine negative Entwicklung im Chart sehen kann, was wiederum nur bedingt juckt weil, es gibt ja keine Alternativen.

Ich möchte zusammenfassend nur sagen...
Während Gen Y pessimistisch in die Zukunft blickt oder die Zukunft keine Rolle spielt, beschäftigt sich Gen Z sehr wohl mit ihr sieht sie aber sicherlich auch oftmals zu düster ( muss mir da auch an die eigene Nase fassen) und nimmt diesen Zustand eben nicht einfach nur hin alla "Ja, das morgen wird scheiße aber heute ist erstmal heute ", sondern versucht für sich selbst irgendwie das beste draus zu machen und sich selbst in einer "Unsicheren Welt zumindest etwas Sicherheit zu geben, denn andere tun es nicht".

Das waren meine Gedanken dazu.
Ich hoffe es verlieren nicht all zu Viele beim Lesen den Faden.
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@xammg ich stimm dir da total zu, dass meine Generation definitiv ein Altersvorsorge Problem hat und nicht gerne über Geld spricht. Dazu könnten sicherlich aus jeweiliger Sicht die letzten 10 Jahre Börsenerfahrung sein. Während die einen eine Dotcom und Immobilienblase haben Platzen sehen, haben die anderen 10 Jahre den Kursen beim Steigen zugesehen. Eher man nicht selbst, aber die Eltern eben.
Wie ich schon andeutete, die wirkliche Alternative selbstständig in ETFs zu sparen, hatte ich mit Anfang 20 definitiv nicht gesehen. Sie war vielleicht da, aber für mich viel zu riskant, es fand keine Aufklärung statt, wenn es nicht die Eltern tun.

Das hat die nächste Generation definitv voraus, was als komplett neue Grundlage dient
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@xammg Ich bin ebenfalls 21 Jahre alt und ich bin vollkommen deiner Meinung. @Fabzy wirklich ein interessanter Beitrag.👍🏻
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@xammg genau so! Ich fahre eine ähnliche Strategie wie du, zumindest bis ich den Freibetrag ausgeschöpft habe und dann sehe ich weiter. Es ist einfach motivierend einen zusätzlichen cashflow zu haben. Aber ich würde meine langfristigen thesaurierenden ETF-Sparplan deswegen niemals stoppen. Ich kann so gut schlafen und ich denke das ist am wichtigsten 🙂
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