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Mega Leistung, was du da aufgebaut hast! Finde es auch echt spannend zu sehen, wie du investiert hast und was du dir über die Jahre aufgebaut hast.🙏🏼
Da müsste eigentlich mal ein Beitrag von dir zum Thema Immobilien kommen – vielleicht so ein richtiges Grundeinsteiger-Ding: Wie fängt man an, worauf sollte man achten und wie sieht die Welt des Immobilieninvestierens wirklich aus?
Gerade weil du schon so viel Erfahrung hast, fände ich das mega interessant. Ich bin selbst erst 30 und hätte auch richtig Lust, irgendwann in Immobilien zu investieren. Allerdings findet man dazu auf YouTube und in unzähligen Blogs so viele unterschiedliche Informationen, dass man oft gar nicht weiß, was davon wirklich fundiert ist und was nicht.

Deshalb wäre es echt spannend, mal die Perspektive von jemandem zu bekommen, der schon viel Erfahrung gesammelt hat und wirklich authentisch und real in diesem Game unterwegs ist.🤟🏽💪🏼
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@TwoFace Danke für die ausführliche Antwort. 🙂

Bezüglich Immobilienbeitrag oder Immobilienserie: Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Leute nicht langweile - mir scheint, dass die Community hier eher Wertpapierlastig unterwegs ist und Immobilien ein wenig als ExotenAsset betrachtet.

Es gibt extrem viele Aspekte bei Immobilien und es gibt im Netz leider auch immer wieder Leute die Werbung für Immobilien machen und dort das schnelle Geld versprechen. Dabei sind Immobilien aus meiner Sicht ein echtes "Long-Game" - man muss also viel Geduld und Ausdauer mitbringen.

Bezüglich 30 und 'irgendwann' 😉 in Immobilien investieren: Das Wissen dazu kannst Du Dir ja schon mal anfangen anzueignen, auch wenn Du erst in ein paar Jahren starten möchtest. Als ersten Schritt würde ich mir mal durchrechnen, was Du im Jahr an Kaltmiete für Deine Wohnung ausgibst und recherchieren, was an Deinem Wohnort für eine vergleichbare Wohnung pro m² als Kaufobjekt gezahlt wird. Natürlich nicht im Neubaubereich (viel zu teuer), sondern eine ähnliche Wohnung in ähnlichem Zustand und in gleicher Größe. Wenn Du handwerklich begabt bist, kann man auch gezielt nach einer leeren, renovierungsbedürftigen Wohnung suchen. Von den Inseratspreisen würde ich in der derzeitigen Marktlage 10% abziehen und nach einer Besichtigung entsprechend weniger bieten (sollte natürlich begründet sein, damit man das Gegenüber nicht gleich total verärgert).

Die (Bau- und Immoblien-) Zinsen gehen gerade wieder hoch, aber das stärkt gleichzeitig auch die Verhandlungsposition gegenüber verkäufern. Eine monatliche Belastung sehe ich derzeit bei ca 4,2% + 1,5% Tilgung = 5,7% der aufgenommenen Summe. Als Eigenkapital wollen Banken gerne 20% des Kaufpreises mindestens aber die Kaufnebenkosten (natürlich gibts Ausnahmen).

Ich wünsche Dir viel Glück! 🙂
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Erstmal danke für deine ausführliche Antwort und den Input, dafür bin ich dir sehr dankbar.

Ja, ich habe mich jetzt seit knapp einem halben Jahr etwas intensiver mit dem Thema Immobilien beschäftigt. Ich habe mir einige YouTube-Videos von Immo­cation angeschaut, auch ein Buch von denen gekauft und mir anschließend noch weitere Videos und Inhalte dazu angesehen. Das Grundprinzip ist ja eigentlich relativ simpel, und ich habe das Ganze auf jeden Fall verstanden.

Die Sache ist halt: Ich wohne in Köln und hier haben wir natürlich sehr hohe Immobilienpreise, weil die Nachfrage entsprechend hoch ist. Und ich bin ehrlich: Wie du schon sagst, wird es mit der Tilgung und den Zinsen von aktuell ca. 5,7 % meistens schwierig, ein Objekt zu kaufen, das sich direkt von selbst trägt. Meistens versucht man ja, das Objekt in den nächsten ein bis zwei Jahren in die richtige Richtung zu entwickeln, sodass es im besten Fall irgendwann cashflow-positiv läuft.

Was ich bei meiner Wohnungssuche bisher festgestellt habe, ist aber genau das Problem. Wenn man auf Kleinanzeigen, ImmoScout oder ohne-Makler.de schaut, findet man zwar immer wieder vermeintliche Deals, aber die sind meistens trotzdem deutlich zu teuer. Gerade hier in Köln habe ich das Gefühl, dass die Verkäufer teilweise sehr hohe Preise verlangen, sodass man am Ende einen ziemlich negativen Cashflow hat.

Wenn man dann versucht, den Preis um 10 oder 15 % zu drücken – was teilweise noch nicht einmal ausreichen würde, um zumindest cashflow-neutral zu werden – wird es meistens schwierig. Gefühlt müsste man teilweise fast 20 % unter dem Angebotspreis kaufen, damit die Rechnung wirklich vernünftig aufgeht. Das Problem ist nur, dass die Verkäufer solche Angebote meistens nicht annehmen, weil es immer noch jemanden gibt, der bereit ist, den überhöhten Kaufpreis zu bezahlen.

Genau das habe ich bei meinen bisherigen Besichtigungen auch erlebt. Ich war bei ziemlich vielen Wohnungen und habe dort jeweils meinen aus meiner Sicht realistischen Kaufpreis genannt. Teilweise wäre ich damit auch noch leicht cashflow-negativ gewesen, hätte aber zumindest die Möglichkeit gesehen, das Objekt in die richtige Richtung zu entwickeln.

Am Ende gab es aber meistens jemanden, der mich überboten und noch mehr bezahlt hat.

Und genau da versuche ich gerade irgendwie den nächsten Schritt zu schaffen: Ich muss einen Weg finden, an Immobilien zu kommen, bei denen vielleicht deutlich weniger Konkurrenz auf Käuferseite besteht und ich dadurch die Möglichkeit habe, zu einem Preis zu kaufen, bei dem die Rechnung am Ende auch wirklich funktioniert.

Da Steck ich grade fest mit meinen Gedanken 😅
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@TwoFace Hm. Köln ist vermutlich tatsächlich nicht das einfachste Pflaster (obwohl ich den Kölner Immobilienmarkt nicht im Detail kenne). Der Ansatz mit den Videos und dem Buch ist aber schon mal richtig, denn informiert zu sein ist hier extrem wichtig.

Wenn Du zum Vermieten kaufst, könntest Du natürlich an einen anderen Standort gehen, wo Kaufpreis zu Miete günstiger ist. Ich teile die Auffassung von den Immocation-Jungs aber nicht voll, dass man den Investitionsstandort völlig frei wählen kann bzw. sollte. Es ist einfach viel praktischer, wenn man vor Ort ist und bei Problemen nach dem Rechten sehen kann. Auch wenn man eine Renovierung macht oder Neuvermietung ist es einfach unpraktisch und ineffizient, wenn die Wohnung oder das Haus 600km entfernt sind.

Eventuell kannst Du die Rendite aus Deinem Investment erhöhen, wenn Du eine Wohnung kaufst, die WG-geeignet ist. Bei Einzelzimmervermietung - z.B. an Studenten - lassen sich höhere Erlöse erzielen als mit einer regulären Wohnungsvermietung (ist aber natürlich deutlich nerviger wegen der häufigen Mieterwechsel). Wir haben ein Studentenhaus mit lauter WGs - das rechnet sich gut, aber es ist schon auch ein "Ameisenhaufen".

Vermutlich als Starterprojekt nicht geeignet, aber ein weiterer Ansatz wäre den ganz großen Hammer zu schwingen - nämlich gleich ein Mehrfamilienhaus zu kaufen. Zumindest bei mir in Leipzig sind die m²-Preise für Häuser derzeit deutlich günstiger als für Wohnungen. Als erstes Projekt wäre das aber schon sehr ambitioniert, empfehlen würde ich das nicht.
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Ja, da die Kaufpreise bei uns im Verhältnis zu den Mieten doch ziemlich hoch sind, habe ich mich zunächst auch auf Mehrfamilienhäuser konzentriert. Da war tatsächlich mal etwas Interessantes dabei, aber das war leider auch schnell weg, weil ich etwas zu langsam war.

Ich muss mal schauen. Ansonsten werde ich vielleicht den Standort bzw. den Radius etwas erweitern und schauen, was sich noch Interessantes ergibt.

Aber danke dir auf jeden Fall für den Informationsaustausch!
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