2Wo.
Eigentlich traurig was die Regierung aus einem Weltkonzern gemacht hat
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77
•2Wo.
@Smudeo das immer die Schuld nur bei der Regierung gesucht wird. Dieser Trend liegt nicht nur an der Regierung. BASF ist so groß geworden, weil man einige Prozesse als erstes beherrscht hat. Prozesse die Teilweise die Welt verändert haben, wie zum Beispiel Haber-Bosch-Verfahren. Heutzutage kann wirklich jeder die etablierten chemischen Prozesse beherrschen, es geht nur noch darum, wer es am günstigsten kann. Da wir in Deutschland weder die natürlichen Ressourcen, noch die niedrigen Löhne anderer Länder haben, ist der einzige nennenswerte Hebel Effizienz. Und dieser ist eben begrenzt. Es war absolut absehbar, dass diese Entwicklung so kommen wird und die schlechte Politik hat diesen Trend mit Sicherheit beschleunigt, aber definitiv nicht ausgelöst.
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•@Smudeo Das Unternehmen hat genauso wie der deutsche Staat zulange an billiger Energie aus Russland festgehalten und geopolitische Warnzeichen ignoriert.
Das jetzt alles der Regierung zuzuschieben ist mir dann doch zu einfach.
Das jetzt alles der Regierung zuzuschieben ist mir dann doch zu einfach.
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55
•2Wo.
wer schafft denn die Rahmenbedingungen für die Unternehmen? In aller Regel wohl die Politik. Das gilt für Löhne (Steuern und Abgaben) als auch für alles andere. Billige Energie gibt es nach wie vor. Wir können selbst fracking betreiben - wir kaufen es aber im Ausland lieber teuer ein. Wer meint das damit der Umwelt geholfen ist, der kann gerne daran glauben. Allen anderen müsste dabei wohl aber ein Licht aufgehen.
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•@Mo28 Noch dazu, dass BASF selbst in den internen Prozessen zu träge geworden ist. Also das klassische Problem vieler Konzerne.
Statt schnell auf Gegebenheiten zu reagieren, wird alles durch 20 Hierarchieebenen zu Tode diskutiert und dann ist der Zug abgefahren.
Statt schnell auf Gegebenheiten zu reagieren, wird alles durch 20 Hierarchieebenen zu Tode diskutiert und dann ist der Zug abgefahren.
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•@A1bund7 So eine Einbahnstraße ist das mit den Rahmenbedingungen nicht.
Das sieht man z.B. bei BASF, der CDU und Reformen im Zusammenhang mit REACH und der Regulierung von PFAS. BASF setzt sich stark gegen die Reformen bzw. einen risikobasierten Umgang ein. Standpunkte die teilweise 1:1 ins Wahlprogramm der CDU übernommen wurden, deren damaliger Spitzenkandidat und unser heutiger Bundeskanzler mal im Verwaltungsrat von BASF saß und das Unternehmen auch bereits vor Gericht als Jurist vertreten hat.
Das ist nur ein Beispiel von vielen, insbesondere die Big Four der Unternehmensberatung (Deloitte, PwC, EY und KPMG) werden auch gerne bei der Ausarbeitung von Gesetzen zur Rate gezogen die direkte Auswirkungen auf ihre Auftraggeber haben. Diplomatisch ausgedrückt, besteht hier die Gefahr von Interessenkonflikten.
Das sieht man z.B. bei BASF, der CDU und Reformen im Zusammenhang mit REACH und der Regulierung von PFAS. BASF setzt sich stark gegen die Reformen bzw. einen risikobasierten Umgang ein. Standpunkte die teilweise 1:1 ins Wahlprogramm der CDU übernommen wurden, deren damaliger Spitzenkandidat und unser heutiger Bundeskanzler mal im Verwaltungsrat von BASF saß und das Unternehmen auch bereits vor Gericht als Jurist vertreten hat.
Das ist nur ein Beispiel von vielen, insbesondere die Big Four der Unternehmensberatung (Deloitte, PwC, EY und KPMG) werden auch gerne bei der Ausarbeitung von Gesetzen zur Rate gezogen die direkte Auswirkungen auf ihre Auftraggeber haben. Diplomatisch ausgedrückt, besteht hier die Gefahr von Interessenkonflikten.
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22
•2Wo.
@SteelAnacott Dass Unternehmen Einfluss nehmen, bestreite ich nicht. Die politische Verantwortung für die Rahmenbedingungen bleibt trotzdem bei der Politik. BASF kann bei einzelnen Regulierungen Gehör finden und gleichzeitig unter ungünstigen Standortbedingungen leiden. Lobbyeinfluss ist kein Beleg für wettbewerbsfähige Energiepreise, Abgaben oder Genehmigungsverfahren. Beides kann gleichzeitig zutreffen.
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@A1bund7 Ich habe nicht behauptet das Lobbyeinfluss ein Beleg für wettbewerbsfähige Energiepreise ist.
In Ländern in denen jedoch ein Abhängigkeitsgefälle von Unternehmen zu Staat besteht, nehmen wir z.B. mal VW und das Land Niedersachsen, stellt sich aber die Frage wer hier die Rahmenbedingungen tatsächlich schafft.
In Ländern in denen jedoch ein Abhängigkeitsgefälle von Unternehmen zu Staat besteht, nehmen wir z.B. mal VW und das Land Niedersachsen, stellt sich aber die Frage wer hier die Rahmenbedingungen tatsächlich schafft.
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2Wo.
@SteelAnacott Stimmt, das hast du so nicht behauptet. Dein Punkt ist also, dass wirtschaftliche Abhängigkeit politischen Druck schafft. Da gehe ich mit. Trotzdem wird aus Einfluss keine alleinige Entscheidungsmacht. Auch dein VW-Beispiel zeigt zunächst ein Machtverhältnis, keine vollständige Kontrolle über die Standortbedingungen. Unternehmen können politisch einflussreich sein und zugleich unter Rahmenbedingungen leiden, die sie selbst gerne anders hätten.
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