Was ich jüngeren oder neuen Investoren mitgeben möchte:
Es ist schon krass, wie viel bescheidener man wird, je größer das eigene Portfolio wird.
Ich würde wetten, dass sich viele insgeheim selbst in den Himmel loben, nur weil sie ein Portfolio haben und investieren. Manchmal glauben wir, anderen überlegen zu sein, weil wir Investoren sind.
Ihr wisst ganz gut was ich meine 😁
Doch dieser Gedanke schwindet mit der Zeit. Natürlich gibt es Situationen, in denen man merkt, dass man auf dem Schachbrett
des
Lebens eine gute Position eingenommen hat. Trotzdem kann dir das Leben jederzeit und von allen Seiten einen auf die Fresse hauen. Im Laufe der Jahre versteht man das immer besser und wird automatisch bodenständiger.
Auch Komplimente bedeuten einem irgendwann nicht mehr so viel. Man denkt sich oft: Eigentlich geht noch viel mehr. Man ist mit sich selbst noch nicht vollkommen zufrieden. Wahrscheinlich, weil wir Großes vorhaben.
Gerade in Zeiten, in denen es im Leben besonders gut läuft, bekomme ich manchmal plötzlich ein ungutes Gefühl im Magen. Fast so, als würde mich mein zukünftiges Ich vor irgendetwas warnen. Deshalb bin ich vorsichtiger geworden, wo und mit wem ich über Aktien, Investments und meine Zukunft spreche. Manchmal entsteht die Angst, dass Neid, Karma oder eine andere höhere Macht einen dafür mit einem umso härteren Rückschlag treffen könnte.
Solche Gedanken entstehen nicht grundlos. Sie entstehen durch Erfahrungen und diese Erfahrungen machen einen vorsichtiger.
Viele von euch stehen noch am Anfang ihrer Reise. Ihr habt gerade erst verstanden, welch große Rolle Unternehmen auf dieser Welt spielen. Plötzlich beginnt man, seinen Kollegen euphorisch davon zu erzählen, weil man etwas Neues gelernt hat und am liebsten jedem davon predigen möchte.
Genau das habe ich als Lehrling mit großer Überzeugung getan. Ich bereue es nicht, denn diese Begeisterung gehörte zu meiner Entwicklung. Trotzdem sollte man nie vergessen, dass irgendwo immer jemand lauern kann, der einem nichts Gutes will und nur darauf wartet, einem reinzuscheißen. Es ist nun einmal so. Nicht immer, aber leider öfter, als man denkt.
Eine Zeit lang war ich bei der Arbeit das schwarze Schaf, weil viele Kollegen wussten, dass ich investiere. Deshalb gebe ich euch einen Tipp: Wenn ihr ein friedliches Leben führen wollt, dann haltet euer Aktienportfolio von der Arbeit und bestimmten Freundeskreisen getrennt.
Zu viel Offenheit bringt häufig nur Neid und Missgunst mit sich.
Euer Portfolio betrifft euch und eure Familie. Es geht sonst niemanden etwas an. Man sollte genau unterscheiden können, mit wem man darüber spricht und mit wem besser nicht.
Wir alle haben Ziele. Manche wollen sogar über ihre ursprünglichen Ziele hinausgehen und sämtliche Prognosen übertreffen. Das ist auch gut so.
Aber wenn man einen Traum gefährden will, muss man ihn nur den falschen Menschen erzählen.
Andere sehen nicht das, was ihr seht. Sie können sich nicht vorstellen, was ihr aufbauen und erreichen wollt. In dem Moment, in dem ihr eure Pläne den falschen Menschen erzählt, können deren Zweifel, Neid und negative
Stimmen anfangen, gegen euch zu arbeiten. Die meisten verstehen das allerdings erst, nachdem sie selbst entsprechende Erfahrungen gemacht haben.
Ich kann euch deshalb nur eines mitgeben:
Behaltet euren Erfolg öfter für euch. Nicht jeder gönnt euch, dass ihr gewinnt, und die Stimmen der Verlierer können verdammt laut werden.
Die, die länger dabei sind wissen verdammt gut wovon ich rede.. @Simpson sagte mal er redet mit niemandem im privaten Umfeld über Aktien.
Der Text bezieht sich auf das Arbeitsumfeld oder ähnliche Situationen. Der Austausch unter Investoren ist wichtig, um voranzukommen. Deshalb meine ich damit nicht, dass ihr eure Erfolge nicht mit Freunden die auch investieren oder Investorenplattformen teilen sollt.


