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Wieder ein prima Artikel. Diese Markt-(un-)Logik habe ich erst spät verstanden und diese letzte Tage noch in einem vorgeschlagenen Artikel gelesen.
Die Kunst liegt hier sicherlich darin zu erkennen, ob die eingepreisten Ergebniszahlen den Trend verändern können oder dadurch bestätigt werden.
Hoffe es verständlich beschrieben zu haben was ich meine. 🙈
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@TradingHase trifft es sehr gut 👍
Genau das ist für mich der Knackpunkt: Zahlen sind selten der Impuls, sondern der Abgleich mit dem bereits eingepreisten Szenario. Die eigentliche Kunst liegt darin zu erkennen, ob ein Quartal etwas am Erwartungspfad ändert – oder ihn nur bestätigt.

Wenn es nur Bestätigung ist, reicht das bei hoher Bewertung oft nicht mehr für steigende Kurse. Und wenn Erwartungen extrem niedrig sind, können selbst schwache Zahlen entlastend wirken. Insofern absolut verständlich beschrieben – und aus meiner Sicht genau die richtige Denkrichtung.
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Sehr guter Artikel. Danke dir.
Mir fällt direkt SAP als Beispiel ein.
Hier waren die Quartalszahlen 2025 eigentlich gut und die Gewinne konnten erhöht werden. Zumindest habe ich es so wahrgenommen. Jedoch ist der Aktienwert gefallen.
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@undraiser_2499 Gutes Beispiel 👍
Bei SAP war mein Eindruck ähnlich: Die Zahlen selbst waren solide, teils sogar besser als erwartet. Der Kursrückgang kam aus meiner Sicht weniger von den Ist-Daten, sondern vom Abgleich mit dem Erwartungspfad.

Der Markt hatte bereits sehr viel Cloud-Wachstum, Margenverbesserung und AI-Story eingepreist. Entscheidend war dann nicht, dass die Gewinne stiegen, sondern wie schnell sich der Mix Richtung Cloud verschiebt und wie stark die Margen dabei wirklich skalieren. Sobald hier Zweifel aufkommen oder der Ausblick eher bestätigt als übertroffen wird, reicht „gut“ nicht mehr – gerade bei ambitionierter Bewertung.

Für mich ein klassischer Fall von: operativ okay, Erwartungen sehr hoch, wenig zusätzlicher Überraschungsraum → Kursreaktion nach unten trotz guter Zahlen.