Danke mein Lieber, wieder sehr viel Mehrwert. Für viele scheinen meine Unternehmensvorstellungen immer zu Zahlen lastig zu sein. Aber deine Vorstellungen zeigen uns immer wieder auf, wie wichtig es ist diese Zahlen zum investieren zu betrachten. Jetzt werde ich bei meinen nächsten Vorstellungen den ROIC auch noch mit hinzufügen.
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•@Tenbagger2024 ich finde es wirklich stark, wie viele Unternehmen du dir anschaust und aufbereitest. Das ist eine Menge Arbeit, die du da reinsteckst.
Ich persönlich lege bei meiner Analyse viel Wert auf Kennzahlen wie ROIC, Free Cashflow-Entwicklung oder Margenstruktur. Ich glaube nicht, dass sich alles berechnen lässt. Das tut es nicht. Aber ich finde, sie helfen dabei, Wachstum von echtem Wert zu unterscheiden. Gerade das ist an der Börse oft der entscheidende Unterschied.
Freue mich auf weitere Vorstellungen von dir!
Ich persönlich lege bei meiner Analyse viel Wert auf Kennzahlen wie ROIC, Free Cashflow-Entwicklung oder Margenstruktur. Ich glaube nicht, dass sich alles berechnen lässt. Das tut es nicht. Aber ich finde, sie helfen dabei, Wachstum von echtem Wert zu unterscheiden. Gerade das ist an der Börse oft der entscheidende Unterschied.
Freue mich auf weitere Vorstellungen von dir!
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@Liebesspieler danke mein lieber. Oft habe ich den Eindruck, dass es vielen gar nicht bewusst ist. Wieviel Arbeit es doch ist. Und selbst mit KI , bedeutet es immer Quellen zu prüfen und Fakten zu checken. Deshalb liefere ich meist der KI die Quellen selber. Dank dir baue ich jetzt auch fast immer den FCF yield mit ein und beachte ihn mehr. Aber beim Free Cashflow bin ich auch etwas Zwiegespalten . Bei vielen guten Unternehmen gibt es hier auch große Schwankungen. Ich finde es bei hohen Zinsen vielleicht auch sinnvoll den Free Cashflow zu minimieren und hierüber Capex zu generieren. Ohne sich zu Verschulden. Meiner Meinung ist Free Cashflow nicht für das Sparschwein, sonder dafür um damit zu arbeiten. Und von daher, weiss ich noch nicht wirklich in wie fern eine Steigerung hier interessant ist. Ich denke das Geheimnis ist es mit dem Free Cashflow sinnvoll zu arbeiten, und die Zahlen immer als ganzes zu betrachten
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•@Tenbagger2024 Sehr guter Punkt, und ich finde es stark, dass du den FCF Yield inzwischen aktiv einbaust.
Beim Free Cashflow bin ich persönlich etwas weniger zwiegespalten. Natürlich schwankt er, das stimmt. Aber genau deshalb schaue ich lieber auf den Trend über mehrere Jahre als auf einzelne Perioden. Wenn FCF und Umsatz über Zeit in die gleiche Richtung wachsen, ist das meiner Meinung nach ein starkes Signal, dass das Geschäftsmodell wirklich funktioniert.
Zum Thema Zinsen würde ich vorsichtig sein, das aktuelle Niveau als hoch zu bezeichnen. Der historische Durchschnitt des US-Leitzinses liegt irgendwo zwischen 4 und 6 Prozent. In den 1980ern war er zeitweise bei 20 Prozent. Was wir die letzten zehn Jahre erlebt haben, war nach meinem Verständnis eher die Ausnahme als die Norm. Das ändert vielleicht die Perspektive darauf, wie man Capex-Entscheidungen einordnet
Beim Free Cashflow bin ich persönlich etwas weniger zwiegespalten. Natürlich schwankt er, das stimmt. Aber genau deshalb schaue ich lieber auf den Trend über mehrere Jahre als auf einzelne Perioden. Wenn FCF und Umsatz über Zeit in die gleiche Richtung wachsen, ist das meiner Meinung nach ein starkes Signal, dass das Geschäftsmodell wirklich funktioniert.
Zum Thema Zinsen würde ich vorsichtig sein, das aktuelle Niveau als hoch zu bezeichnen. Der historische Durchschnitt des US-Leitzinses liegt irgendwo zwischen 4 und 6 Prozent. In den 1980ern war er zeitweise bei 20 Prozent. Was wir die letzten zehn Jahre erlebt haben, war nach meinem Verständnis eher die Ausnahme als die Norm. Das ändert vielleicht die Perspektive darauf, wie man Capex-Entscheidungen einordnet
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@Liebesspieler da hast du Recht . Diese Zeiten kenne ich auch noch, als Banken mit dem Sparbuch und den hohen Zinsen geworben haben
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•@Tenbagger2024 aber @Soprano hat da vorhin einen interessanten Post gemacht. Worin er schreibt den Eindruck zu haben, dass Fundamental Kennzahlen, und ich habe den Eindruck bei den Bewertungskenzahlen. Dass beides getrieben durch elektronischen Handel immer mehr in den Hintergrund gerät. Die Frage ist ob es von uns nur eine Wahrnehmung ist, oder ob etwas daran ist. Und es vielleicht sogar Vorboten für einen Bärenmarkt sein könnten. .
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•@Tenbagger2024 spannende Diskussion. Danke dir dafür 🙏
Der Beobachtung, dass Fundamentalkennzahlen im kurzfristigen Preisgeschehen an Bedeutung verloren haben, ist schwer zu widersprechen. Algorithmischer Handel, Momentum-Strategien und passive Flows bewegen Kurse oft unabhängig von Bewertung. Das ist ein Effekt, den ich auch wahrnehme.
Als Bärenmarkt-Indikator würde ich das aber nicht überbewerten. Algorithmen dominieren den kurzfristigen Handel schon seit über einem Jahrzehnt, und in dieser Zeit gab es sowohl starke Bullenmärkte als auch scharfe Korrekturen. Was mich persönlich eher an einen Bärenmarkt denken lässt, sind überdehnte Bewertungen ohne Gewinnwachstum dahinter, Kreditzyklen oder makroökonomische Schocks.
Vielleicht ist die interessantere Frage sogar eine andere: Wenn Fundamentalkennzahlen kurzfristig irrelevanter werden, ist das nicht gerade eine Chance für Investoren mit langem Zeithorizont? Diese Ineffizienzen müssen ja irgendwann eingepreist werden.
Der Beobachtung, dass Fundamentalkennzahlen im kurzfristigen Preisgeschehen an Bedeutung verloren haben, ist schwer zu widersprechen. Algorithmischer Handel, Momentum-Strategien und passive Flows bewegen Kurse oft unabhängig von Bewertung. Das ist ein Effekt, den ich auch wahrnehme.
Als Bärenmarkt-Indikator würde ich das aber nicht überbewerten. Algorithmen dominieren den kurzfristigen Handel schon seit über einem Jahrzehnt, und in dieser Zeit gab es sowohl starke Bullenmärkte als auch scharfe Korrekturen. Was mich persönlich eher an einen Bärenmarkt denken lässt, sind überdehnte Bewertungen ohne Gewinnwachstum dahinter, Kreditzyklen oder makroökonomische Schocks.
Vielleicht ist die interessantere Frage sogar eine andere: Wenn Fundamentalkennzahlen kurzfristig irrelevanter werden, ist das nicht gerade eine Chance für Investoren mit langem Zeithorizont? Diese Ineffizienzen müssen ja irgendwann eingepreist werden.
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•@Liebesspieler Ja klar, die Chancen sehe ich zur Zeit in dem von mir schon erwähnten Software Sektor. Aber hier ist der Sektor von viel Angst und Unsicherheit getrieben. Und wer von uns vermag es einzuschätzen welche Modelle profitieren und welche verlieren werden
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@Tenbagger2024 Beim Software-Sektor bin ich etwas zwiegespalten als Beispiel für diese These. Er ist tatsächlich einer der meistbeobachteten Sektoren überhaupt. Institutionelle Abdeckung enorm, Analysten-Coverage dicht, Bewertungsmodelle werden ständig aktualisiert. Von einer Ineffizienz durch Algorithmen zu sprechen, fällt mir dort schwer.
Was du beschreibst, ist meiner Meinung nach etwas anderes: fundamentale Unsicherheit darüber, welche Geschäftsmodelle durch KI gewinnen oder verlieren. Das ist eine legitime und schwierige Frage. Aber das ist kein Marktstrukturproblem, sondern schlicht komplexe Analyse.
Bessere Beispiele für den ursprünglichen Punkt wären wohl eher kleinere Nebenwerte mit geringer Liquidität, zyklische Branchen wo Momentum-Strategien übertreiben, oder Unternehmen in komplexen Transformationsphasen. Software ist dort eher das Gegenteil, was ihn gleichzeitig so schwierig macht.
Was du beschreibst, ist meiner Meinung nach etwas anderes: fundamentale Unsicherheit darüber, welche Geschäftsmodelle durch KI gewinnen oder verlieren. Das ist eine legitime und schwierige Frage. Aber das ist kein Marktstrukturproblem, sondern schlicht komplexe Analyse.
Bessere Beispiele für den ursprünglichen Punkt wären wohl eher kleinere Nebenwerte mit geringer Liquidität, zyklische Branchen wo Momentum-Strategien übertreiben, oder Unternehmen in komplexen Transformationsphasen. Software ist dort eher das Gegenteil, was ihn gleichzeitig so schwierig macht.
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•@Liebesspieler Der Markt bleibt weiterhin spannend. Kaum auszudenken wie bei den geopolitischen Unsicherheiten der Markt ohne KI Story aussehen würde.
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•@Tenbagger2024 Da hast du einen guten Punkt. Die KI-Story hat in den letzten zwei Jahren tatsächlich als Gegengewicht zu geopolitischen Risiken funktioniert. Ohne dieses Narrativ wären die Multiples im Tech-Bereich wohl deutlich unter Druck geraten.
Aber genau darin steckt für mich auch eine gewisse Ambivalenz. Wenn der Markt so stark von einer einzigen Narrative getragen wird, macht ihn das anfälliger, nicht stabiler. Die entscheidende Frage ist dann: Was passiert, wenn die KI-Erwartungen auch nur teilweise enttäuscht werden, während die geopolitischen Risiken bleiben?
Kein Crash-Szenario zwingend. Aber es erklärt vielleicht, warum Bewertungsdisziplin gerade jetzt wichtiger ist als in Phasen, wo mehrere unabhängige Treiber den Markt stützen.
Aber genau darin steckt für mich auch eine gewisse Ambivalenz. Wenn der Markt so stark von einer einzigen Narrative getragen wird, macht ihn das anfälliger, nicht stabiler. Die entscheidende Frage ist dann: Was passiert, wenn die KI-Erwartungen auch nur teilweise enttäuscht werden, während die geopolitischen Risiken bleiben?
Kein Crash-Szenario zwingend. Aber es erklärt vielleicht, warum Bewertungsdisziplin gerade jetzt wichtiger ist als in Phasen, wo mehrere unabhängige Treiber den Markt stützen.
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