9Mon.·

F-35, Patriot, HIMARS & Co: Macron rät Europa offen vom Kauf von US-Rüstungsgütern ab

Es scheint, als hätte mein Post über Europas F-35-Sicherheitsdilemma zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können:


Die Abhängigkeit von US-Rüstungsgütern wird zunehmend als Risikofaktor für die militärische und sicherheitspolitische Souveränität Europas wahrgenommen und schneller als ich erwartet hätte jetzt auch auf höchster politischer Ebene öffentlich thematisiert.

attachment

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron


Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in einem Interview mit Le Parisien deutlich gemacht, dass er Europas Kauf und Einsatz von US-Rüstungsgütern kritisch sieht und vorgeschlagen, diese durch europäische Alternativen zu ersetzen.


Macron wurde auch ziemlich deutlich: „Denjenigen, die Patriot-Systeme kaufen, sollte die nächste Generation des französisch-italienischen SAMP/T angeboten werden. Denjenigen, die F-35 kaufen, sollte das Kampfflugzeug Rafale angeboten werden.“


Sein Hauptanliegen ist eine stärkere strategische Autonomie Europas:


  • Kritik an US-Systemen: Polen plant den Kauf von amerikanischen F-35-Kampfjets ($LMT (+1,59 %)) und Patriot- ($RYTT34). Macron hinterfragt diese Entscheidungen und schlägt europäische Lösungen vor.
  • Europäische Optionen: Konkret nennt Macron Ansätze wie gemeinsame europäische Entwicklungsprojekte, um die Abhängigkeit von den USA zu reduzieren. Beispiele sind europäische Kampfjets wie Saab Gripen ($SAAB B (+1,18 %)), Eurofighter ($AIR (+1,52 %) - $BA. (-1,8 %) - $MTX (+1,6 %) - $LDO (-0,17 %)) oder Dassault
    Rafale ($AM (-0,03 %)) oder Luftverteidigungssysteme (z.B. SAMP/T von $HO (-1,77 %), $BA. (-1,8 %), $AIR (+1,52 %) und $LDO (-0,17 %) oder Oerlikon Skynex von $RHM (-0,32 %)).
  • Langfristige Strategie: Die Vorschläge von Macron zielen darauf ab, Europas militärische Unabhängigkeit zu stärken, indem die EU-Mitgliedsländer Technologie, Fertigungskapazitäten und Mittel langfristig im eigenen Wirtschaftsraum bündeln.


Damit setzt Macron ein klares Zeichen für mehr europäische Kooperation im Verteidigungssektor und gegen eine zu starke Fokussierung auf US-Technologie.


#emmanuelmacron
#usa
#defense
#verteidigung
#rüstungsindustrie
#europa
$R3NK (-1,99 %)
$IE0002Y8CX98 (-0,86 %)
$HAG (-0,08 %)

22
11 Kommentare

Profilbild
2
Profilbild
Da ist der Macron natürlich ganz uneigennützig und will die Rafale an den Mann bringen.
1
Alle 6 weiteren Antworten anzeigen
Profilbild
Ich denke grade mit dem Topic: Franz Atomwaffen… wird Deutschland vermutlich 3-5 Rafale kaufen (müssen)(und wollen)
1
Profilbild
Nun, Emmanuel Macron denkt gerne mal nicht nach, bevor er was sagt. Ich sehe nicht, dass die atlantische Partnerschaft komplett den Bach heruntergeht. Ansonsten könnte man was drauf wetten. wie lang das exakt dauert, bis die Vorstandsriege von Lockheed-Martin bei Donald Trump auf der Matte steht und ihn fragt, was ihn geritten hat, dass man nun einen Milliardenauftrag seinetwegen verliert (die ganzen Nebenkosten durch den sich aufbauenden Joint Venture mit Rheinmetall ausgeblendet).

Von daher ist es meiner Meinung nach immer noch klug die besten Waffensysteme zu kaufen, die es zu kaufen gibt. Ob die Rafale ins Einsatzportfolio passen wird ist ein anderes Thema.

Und auf der anderen Seite wird auch immer wieder gerne vergessen: Donald Trump redet viel wenn der Tag lang ist und wechselt Meinungen wie andere Unterhosen. Man sollte ihm Grenzen aufzeigen, ja. Die Vereinigten Staaten haben jedoch weiterhin ein großes Interesse daran, in Europa aktiv zu sein. Was die AirForce zumindest zeigt, wenn sie weitere B52 Staffeln nach Europa verlegen lässt. Allen Unkenrufen zum Trotz.
1
Profilbild
@StrahlemannLP Es geht nicht nur darum, die beste Ausrüstung zu haben, was ohnehin in Frage gestellt werden kann, da die USA nicht für jedes System die beste Ausrüstung anbieten, sondern vielmehr um die Freiheit, selbst etwas zu machen und selbst zu entscheiden.
1
Werde Teil der Community