Als Zuhörer der Telefonkonferenz zu den Finanzergebnissen von Dell Technologies ($DELL (+0,44 %) ) für das vierte Quartal 2025 konnte ich folgende Erkenntnisse gewinnen:
Jeff Clarke, COO & Vice Chairman, betonte die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie in einem dynamischen KI-Umfeld. Dell konnte das Wachstum steigern und gleichzeitig die betrieblichen Aufwendungen reduzieren. Der Umsatz für das Gesamtjahr 2025 betrug 95,6 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 8 % entspricht, mit einem Betriebsergebnis von 8,5 Milliarden US-Dollar. Besonders hervorgehoben wurde die Innovationskraft von Dell, die sich in der Erweiterung des KI-optimierten Portfolios und der Einführung neuer Produkte wie dem PowerEdge XE9712 zeigt.
Yvonne McGill, CFO, präsentierte die finanziellen Details des vierten Quartals und hob die starke Rentabilität hervor, insbesondere im Bereich ISG (Infrastructure Solutions Group). Der Gesamtumsatz stieg um 7 % auf 23,9 Milliarden US-Dollar, getrieben durch das Wachstum im Serverbereich. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 22 % auf 2,7 Milliarden US-Dollar, was vor allem auf höhere Umsätze und niedrigere betriebliche Aufwendungen zurückzuführen ist.
Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2025 weiteres Wachstum, das über dem langfristigen Wertschöpfungsrahmen liegt. Der Umsatz soll zwischen 101 und 105 Milliarden US-Dollar liegen, was einem Anstieg von 8 % entspricht. Das Wachstum soll vor allem durch KI-Server-Auslieferungen in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar sowie durch weiteres Wachstum im traditionellen Server- und Speichergeschäft getragen werden.
Im anschließenden Frage-und-Antwort-Teil der Konferenz stellten Analysten Fragen zu den Ergebnissen und dem Ausblick von Dell.
Wamsi Mohan von der Bank of America fragte nach den Annahmen, die dem Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 zugrunde liegen, insbesondere im Hinblick auf Margen und Aktienrückkäufe. Yvonne McGill erläuterte, dass das Unternehmen ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich erwartet, getrieben durch KI-Server und traditionelle Server und Storage. Sie betonte auch die Effizienzsteigerungen, die zu niedrigeren betrieblichen Aufwendungen führen.
Erik Woodring von Morgan Stanley thematisierte die Risiken durch ODM-Wettbewerber im KI-Server-Markt. Jeff Clarke entgegnete, dass Dell sich durch kundenspezifische Lösungen, Engineering-Kompetenz, Serviceleistungen und globale Präsenz differenziert.
Simon Leopold von Raymond James erkundigte sich nach dem Engagement von Dell in der US-Regierung und den Auswirkungen möglicher Budgetkürzungen. Yvonne McGill und Jeff Clarke betonten, dass Dell in über 170 Ländern tätig ist und über die Fähigkeit verfügt, Nachfrageschwankungen in einzelnen Segmenten auszugleichen.
Aaron Rakers von Wells Fargo fragte nach den Margen im Zusammenhang mit Blackwell-Produkten und den Möglichkeiten zur Margenverbesserung. Jeff Clarke erklärte, dass die Margen bei Blackwell-Produkten niedriger sind als bei Hopper-Produkten, aber Dell arbeitet daran, durch Engineering, Supply Chain Management und den Anbau von Netzwerk- und Speicherlösungen Mehrwert zu schaffen.
Ben Reitzes von Melius Research fragte nach den Auswirkungen von Zöllen, insbesondere im Zusammenhang mit China. Jeff Clarke antwortete, dass die jüngsten Ankündigungen noch nicht im Ausblick berücksichtigt sind, Dell aber über eine global diversifizierte und agile Lieferkette verfügt, um die Auswirkungen zu minimieren.
David Vogt von UBS erkundigte sich nach dem Wachstum im traditionellen Server- und Speichergeschäft. Yvonne McGill bekräftigte die Erwartung eines Wachstums im gesamten ISG-Portfolio. Jeff Clarke erläuterte die Verlagerung auf Dell IP-Speicher und die Konsolidierung im Serverbereich.
Matthew Niknam von Deutsche Bank thematisierte die Erwartungen an eine Beschleunigung des Wachstums im CSG-Bereich und die Realisierung einer PC-Refresh-Welle. Jeff Clarke nannte mehrere Gründe, die für eine solche Refresh-Welle sprechen, darunter das Ende des Windows 10-Supports und die Verfügbarkeit neuer KI-PCs.
Samik Chatterjee von JPMorgan erkundigte sich nach den Lieferkettenbeschränkungen im Zusammenhang mit dem erwarteten KI-Server-Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar. Jeff Clarke betonte, dass die Lieferkette kein Problem darstellt und Dell alle Möglichkeiten im CSP- und Enterprise-Bereich verfolgt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dell Technologies ein starkes viertes Quartal und ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 verzeichnete. Das Unternehmen ist gut positioniert, um von den Wachstumschancen im KI-Markt zu profitieren und gleichzeitig die Rentabilität zu steigern. Das Management zeigte sich optimistisch für die Zukunft und bekräftigte das Engagement für die Wertschöpfung für die Aktionäre.
