Moin Herr Tenbagger!
Danke für die Vorstellung der MYR Group. Du meinst also, ich bin sehr „konservativ“ unterwegs? Mag sein!
Aber meine Konservativität schützt mich eben davor, blind in jede US-Infrastruktur-Story zu rennen, nur weil das magische Wort „Megatrend“ draufsteht! 😉
Machen wir uns nichts vor: MYRG ist ein grundsolider Schaufelverkäufer für das amerikanische Stromnetz. Die Story ist gigantisch, der Backlog ist voll. Aber hast du dir mal die Margen angeschaut? Die sind dünner als das Papier, auf dem die Regierungsaufträge gedruckt werden! Wenn man als Unternehmen Milliarden umsetzt, aber am Ende nur Krümel hängen bleiben, muss man als Qualitäts-Investor kritisch die Augenbraue hochziehen. Wenn es „konservativ“ ist, auf harte Profitabilität statt auf reine Umsatz-Fantasien zu pochen – dann trage ich das Label mit Stolz! Lass uns das Ding mal durch den Kennzahlen-Fleischwolf drehen.
🔬 Unsere schonungslose Analyse zur MYR Group (NASDAQ: MYRG)
Wir jagen die Aktie beim aktuellen Kurs von ca. 257 bis 261 USD (Stand: März 2026) durch unsere Filter. Die Firma hat erst vor wenigen Wochen (Ende Februar) ihre frischen Zahlen für das Gesamtjahr 2025 vorgelegt.
Die nackten Basis-Kennzahlen
Price-Earnings Ratio (KGV): ~34,5 (Für einen Bau-Dienstleister extrem teuer!)
Price-Cashflow Ratio (KCV): ~12,5
Price-Sales Ratio (KUV): ~1,1 (Typisch niedrig für margenschwache Projektierer)
Price-Book Value Ratio (KBV): ~6,3
Dividend Yield: 0,0 %
Der Härtetest: Deine Formeln
1. Core Quality Formula (Qualitatives Wachstum)
Umsatzwachstum (2025): +8,9 % (Umsatz stieg von 3,36 Mrd. auf 3,66 Mrd. USD).
Operative Marge (EBIT): ~4,5 % (im Q4 lag sie bei 4,8 %, auf das Jahr gerechnet bei ca. 4,5 %).
Score: 8,9 + 4,5 = 13,4
🚨 Urteil: Schwach/Spekulativ (< 15). Die Formel deckt das Problem brutal auf. MYR Group wächst zwar beim Umsatz, aber die Marge ist extrem schwach. Das ist das klassische Problem von Bau- und Dienstleistungskonzernen: Viel Umsatz, wenig hängenbleibender Gewinn.
2. Cashflow Quality Formula (Die Cash-Maschine)
Free Cashflow Yield (FCF-Yield): Aktuell bei ca. 5,5 % (MYRG konnte den Cashflow im Q4 2025 massiv steigern).
Urteil: Attraktiv (> 5 %). Hier gibt es einen Pluspunkt. Wenn die Projekte abgerechnet werden, spült das ordentlich Cash in die Kasse.
3. Dividenden-Filter (Income-Core)
Urteil: Durchgefallen. Die MYR Group zahlt exakt 0,0 % Dividende. Für deinen Income-Core ist die Aktie damit völlig unbrauchbar.
4. Ausschluss-Regeln (Der Kill-Switch)
Hier wird es jetzt ernst, denn deine Ausschlussregeln greifen gnadenlos:
"Operative Marge permanent < 5 %": GLASKLARER VERSTOSS. MYRG dümpelt seit Jahren bei operativen Margen von 3,0 % bis maximal 4,8 % herum.
"Story > Numbers": Die Story (US-Grid-Modernisierung) ist riesig, aber die nackten Zahlen (Score 13,4) rechtfertigen bei weitem kein KGV von 34.
🏢 Chancen, Risiken & Konkurrenz
Die Chancen (Die Story):
Massiver Backlog: Sie sitzen auf Rekord-Auftragsbeständen von 2,82 Mrd. USD.
Rückenwind: Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Überalterung des US-Stromnetzes garantieren auf Jahre hinaus volle Auftragsbücher.
Die Risiken (Die Realität):
Arbeitskräftemangel & Kosten: Das Geschäft ist extrem personalintensiv. Wenn die Löhne steigen oder Projekte sich verzögern (Wetter, Materialmangel), rutschen Festpreisverträge sofort in die Verlustzone. Das killt die ohnehin schon winzige Marge.
Bewertung: Mit einem KGV von rund 35 ist die Aktie für die niedrigen Margen "bepreist für absolute Perfektion". Ein kleiner Fehltritt, und die Aktie stürzt ab.
Die Konkurrenz:
MYR Group ist gut, aber sie spielen gegen echte Gorillas. Der absolute Branchenprimus ist Quanta Services (PWR). Quanta ist viel größer, hat bessere Margen, zahlt zumindest eine kleine Dividende und ist der klare Qualitätsführer in diesem Sektor. Weitere harte Konkurrenten sind EMCOR Group (EME) oder MasTec (MTZ).
Mein Fazit für dein Depot
Herr Tenbagger hat recht, dass das Thema spannend ist. Aber nach deinen strengen Regeln ist die Aktie ein absoluter Nicht-Kauf. Sie verstößt gegen die Margen-Regel, verfehlt den Core-Score völlig und zahlt dir nicht einen einzigen Cent Dividende.
Danke für die Vorstellung der MYR Group. Du meinst also, ich bin sehr „konservativ“ unterwegs? Mag sein!
Aber meine Konservativität schützt mich eben davor, blind in jede US-Infrastruktur-Story zu rennen, nur weil das magische Wort „Megatrend“ draufsteht! 😉
Machen wir uns nichts vor: MYRG ist ein grundsolider Schaufelverkäufer für das amerikanische Stromnetz. Die Story ist gigantisch, der Backlog ist voll. Aber hast du dir mal die Margen angeschaut? Die sind dünner als das Papier, auf dem die Regierungsaufträge gedruckt werden! Wenn man als Unternehmen Milliarden umsetzt, aber am Ende nur Krümel hängen bleiben, muss man als Qualitäts-Investor kritisch die Augenbraue hochziehen. Wenn es „konservativ“ ist, auf harte Profitabilität statt auf reine Umsatz-Fantasien zu pochen – dann trage ich das Label mit Stolz! Lass uns das Ding mal durch den Kennzahlen-Fleischwolf drehen.
🔬 Unsere schonungslose Analyse zur MYR Group (NASDAQ: MYRG)
Wir jagen die Aktie beim aktuellen Kurs von ca. 257 bis 261 USD (Stand: März 2026) durch unsere Filter. Die Firma hat erst vor wenigen Wochen (Ende Februar) ihre frischen Zahlen für das Gesamtjahr 2025 vorgelegt.
Die nackten Basis-Kennzahlen
Price-Earnings Ratio (KGV): ~34,5 (Für einen Bau-Dienstleister extrem teuer!)
Price-Cashflow Ratio (KCV): ~12,5
Price-Sales Ratio (KUV): ~1,1 (Typisch niedrig für margenschwache Projektierer)
Price-Book Value Ratio (KBV): ~6,3
Dividend Yield: 0,0 %
Der Härtetest: Deine Formeln
1. Core Quality Formula (Qualitatives Wachstum)
Umsatzwachstum (2025): +8,9 % (Umsatz stieg von 3,36 Mrd. auf 3,66 Mrd. USD).
Operative Marge (EBIT): ~4,5 % (im Q4 lag sie bei 4,8 %, auf das Jahr gerechnet bei ca. 4,5 %).
Score: 8,9 + 4,5 = 13,4
🚨 Urteil: Schwach/Spekulativ (< 15). Die Formel deckt das Problem brutal auf. MYR Group wächst zwar beim Umsatz, aber die Marge ist extrem schwach. Das ist das klassische Problem von Bau- und Dienstleistungskonzernen: Viel Umsatz, wenig hängenbleibender Gewinn.
2. Cashflow Quality Formula (Die Cash-Maschine)
Free Cashflow Yield (FCF-Yield): Aktuell bei ca. 5,5 % (MYRG konnte den Cashflow im Q4 2025 massiv steigern).
Urteil: Attraktiv (> 5 %). Hier gibt es einen Pluspunkt. Wenn die Projekte abgerechnet werden, spült das ordentlich Cash in die Kasse.
3. Dividenden-Filter (Income-Core)
Urteil: Durchgefallen. Die MYR Group zahlt exakt 0,0 % Dividende. Für deinen Income-Core ist die Aktie damit völlig unbrauchbar.
4. Ausschluss-Regeln (Der Kill-Switch)
Hier wird es jetzt ernst, denn deine Ausschlussregeln greifen gnadenlos:
"Operative Marge permanent < 5 %": GLASKLARER VERSTOSS. MYRG dümpelt seit Jahren bei operativen Margen von 3,0 % bis maximal 4,8 % herum.
"Story > Numbers": Die Story (US-Grid-Modernisierung) ist riesig, aber die nackten Zahlen (Score 13,4) rechtfertigen bei weitem kein KGV von 34.
🏢 Chancen, Risiken & Konkurrenz
Die Chancen (Die Story):
Massiver Backlog: Sie sitzen auf Rekord-Auftragsbeständen von 2,82 Mrd. USD.
Rückenwind: Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Überalterung des US-Stromnetzes garantieren auf Jahre hinaus volle Auftragsbücher.
Die Risiken (Die Realität):
Arbeitskräftemangel & Kosten: Das Geschäft ist extrem personalintensiv. Wenn die Löhne steigen oder Projekte sich verzögern (Wetter, Materialmangel), rutschen Festpreisverträge sofort in die Verlustzone. Das killt die ohnehin schon winzige Marge.
Bewertung: Mit einem KGV von rund 35 ist die Aktie für die niedrigen Margen "bepreist für absolute Perfektion". Ein kleiner Fehltritt, und die Aktie stürzt ab.
Die Konkurrenz:
MYR Group ist gut, aber sie spielen gegen echte Gorillas. Der absolute Branchenprimus ist Quanta Services (PWR). Quanta ist viel größer, hat bessere Margen, zahlt zumindest eine kleine Dividende und ist der klare Qualitätsführer in diesem Sektor. Weitere harte Konkurrenten sind EMCOR Group (EME) oder MasTec (MTZ).
Mein Fazit für dein Depot
Herr Tenbagger hat recht, dass das Thema spannend ist. Aber nach deinen strengen Regeln ist die Aktie ein absoluter Nicht-Kauf. Sie verstößt gegen die Margen-Regel, verfehlt den Core-Score völlig und zahlt dir nicht einen einzigen Cent Dividende.
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•@Raketentoni Du kannst Herrn Prompt ausrichten, dass ich in dem Sektor auch bereits schon bei der $IESC investiert bin. Und deshalb mein Anteil schon in dem Bereich voll ist
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